Die wichtigsten Fakten

  • Arbeitnehmer in Deutschland erhalten jährlich eine Mitteilung, wie hoch die zu erwartende Rente ist.
  • Aber Vorsicht: Hier ist zwischen der Bruttorente und der Nettorente zu unterscheiden!
  • Um die Rentenhöhe ausrechnen zu lassen, kann man einen Brutto Netto Rentenrechner benutzen oder sich an einen Rentenberater wenden.

Brutto-Netto-Rechner-Rentenrechner

Bruttorente vs. Nettorente

Unter der Bruttorente versteht man den Rentenbetrag inklusive der gezahlten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. Diese darf nicht verwechselt werden mit der Nettorente.

Die Nettorente, also der Auszahlbetrag, mit dem der Rentner leben muss, setzt sich zusammen aus der Bruttorente abzüglich der Kosten der Krankenversicherung und der Pflegeversicherung. Wobei Letztere teilweise hälftig vom Rententräger übernommen werden.

Diese hälftige Trennung der Kosten der Kranken-und Pflegeversicherung zwischen Arbeitnehmer, Arbeitgeber beziehungsweise Rententräger wird jedoch immer mehr aufgeweicht, zulasten des Rentners.

Brutto Netto Rentenrechner real und virtuell

Wer sich seine Rentenhöhe ausrechnen lassen möchte, kann einen entsprechenden Antrag an den Träger der Rentenversicherung stellen.

Dort wird mittels einer Proberechnung der zu diesem Zeitpunkt aktuelle Zahlbetrag ermittelt. Aus dieser Mitteilung sieht der künftige Rentner dann sowohl die Bruttorente als auch die Nettorente.

Im Internet geht das genauer und schneller. Ein Brutto Netto Rentenrechner im Internet ist akkurater als ein gleichartiger Einkommensrechner. Denn bei der Rente spielen keine steuerlichen Faktoren eine Rolle.

Hier gibt es keine Steuerklassen, keine Kirchensteuern und keine Arbeitslosenversicherung, die abgezogen werden, sondern nur die Kosten der Kranken- und Pflegeversicherung. Beim Brutto Netto Rentenrechner im Internet kann deshalb getrost der monatliche Brutto Rentenbetrag eingetragen werden.

Natürlich müssen dann die oben genannten Versicherungskosten bekannt sein. Wenn diese drei Werte in den Internetrechner eingetragen werden, kann aus der Bruttorente schnell die Nettorente ermittelt werden.

Wer es nicht so genau haben möchte, kann sich auch an einen Rentenberater wenden. Diese gibt es sowohl ehrenamtlich von der Rentenversicherung als auch professionell und selbstständig. Diese ermitteln nicht nur, ob das Rentenkonto stimmt, sie können auch überschlägig die Rente brutto/netto mitteilen.

Praktische Beispiele für die Rentenberechnung

In diesem Szenario bezieht die steuerpflichtige Person nur eine Leistung aus dem Topf der gesetzlichen Rentenversicherung – in Höhe von 1.500 Euro pro Monat. Es kommt zu einer Besteuerung von 66 Prozent Rentenanteil. Hieraus ergibt sich ein:

  • Steuer-/Solianteil von 17,58 Euro
  • KV-Beitrag von 109,50 Euro
  • PV-Anteil von 35,25 Euro.

Hier erhält der Rentner wieder eine Altersrente von 1.500 Euro im Monat. Hinzu kommen aber noch 200 Euro aus dem Topf einer betrieblichen Altersvorsorge. Durch den früheren Renteneintritt liegt der Rentenfreibetrag bei 42 Prozent. Hieraus ergibt sich ein:

  • Steuer-/Solianteil von 14,50 Euro
  • KV-Beitrag von 109,50 Euro
  • PV-Anteil von 39,95 Euro.

Dieses Szenario entspricht auf den ersten Blick weitgehend Nummer 2.Aber: Diesmal liegt der Renteneintritt im Vorjahr und die gesetzliche Rentenhöhe ist mit 1.100 Euro deutlich geringer. Der Einfluss auf die Berechnung sieht wie folgt aus:

  • Steuer-/Solianteil von 0,00 Euro
  • KV-Beitrag von 80,30 Euro
  • PV-Anteil von 29,20 Euro.

Einzelnachweise


Deutsche Rentenversicherung: Rentenbesteuerung 


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