Gespräch Gehaltsverhandlungen

Bei der Einstellung und nach einer erfolgreichen Zeit im Job steht sie immer wieder an: Die Gehaltsverhandlung. Viele Personen fühlen sich dabei überfordert:

Sie haben kaum Erfahrung in dieser Art von Verhandlungen, während der Chef ständig derartige Gespräche führt und zudem - zumindest gefühlt - sehr viel besser einschätzen kann, wer wie viel verdienen sollte.

Es gibt einige Tipps und Tricks, mit denen man die Gehaltsverhandlung erfolgreich führen kann.

Gehaltsverhandlung – jedes Mal ein neues Gespräch

Der erste Schritt für die Gehaltsverhandlung ist selbstverständlich die Vereinbarung des Termins. Schließlich sollen sich Vorgesetzte oder Personalverantwortliche Zeit für das eigene Anliegen nehmen. Hat man diese Hürde gemeistert, geht es an die Vorbereitungen.

Im Rahmen der Gehaltsverhandlung zahlt es sich aus, mit guten und prüfbaren Argumenten zu punkten. Wer beim Thema Gehaltserhöhung in den Ring tritt, bereitet sich auf das Gespräch intensiv vor.

Dabei ist es sinnvoll, die Argumente nach ihrer Stärke zu ordnen. Denn: In der Gehaltsverhandlung ist es ratsam, ein As im Ärmel zu behalten. Geht das Gespräch in seine schwierige Phase, kann damit noch einmal gepunktet werden.

Worauf sollte man bei der Gehaltsverhandlung achten?

Man sollte niemals unvorbereitet in eine Gehaltsverhandlung gehen, sondern drei Schritte unternehmen, die einem helfen, seine Ziele durchzusetzen:

  • Erstens: Wie viel Geld möchte man realistisch verdienen?
  • Zweitens: Wenn man dieses Wunschziel nicht erreicht - Welche Untergrenze hat man dann, bei der man ja sagen kann?
  • Drittens: Welche Qualifikationen, Leistungen und sonstigen Argumente untermauern die eigene Position?
  • Oft liest man, dass man andere Mitarbeiter als Beispiel heranziehen sollte, um die eigene Position zu stärken. Hier sollte man allerdings vorsichtig sein. Viele Chefs reagieren sehr sensibel darauf, wenn man Kollegen faktisch herabsetzt, um sich selbst aufzuwerten. Nach Möglichkeit sollte man andere Mitarbeiter immer aus den Verhandlungsgesprächen herauslassen.
gehaltsverhandlung-vorgehensweise

Mehr Gehalt – der Einstieg in die Verhandlung

Generell geht man offen, sympathisch und aufmerksam ins Gespräch rund um die Gehaltsverhandlung. Ein möglicher Einstieg kann beispielsweise die Frage sein, wie das Gegenüber die Leistungen bewertet.

So liegt der Ball nicht nur im Feld des Arbeitgebers. Gleichzeitig weiß man als Arbeitnehmer auch, ob die eigene Leistungsbereitschaft überhaupt wahrgenommen wird. Im zweiten Schritt macht man klar, dass man für die eigene Leistung eine bessere Bezahlung erwartet.

Hier kann zum Beispiel auf:

  • die letzten erfolgreichen Projekte
  • die Übernahme von mehr Verantwortung oder
  • besonderes Verhandlungsgeschick mit Kunden/Lieferanten

verwiesen werden. Man unterstreicht so den Wert für das Unternehmen. Was tun, wenn das Gegenüber auf eine Verzögerungstaktik setzt? Oder mit dem Argument abblockt, dass andere Beschäftigte dann ebenfalls eine Erhöhung verlangen?

Es zahlt sich aus, solche Situationen vor dem Gespräch durchzuspielen. Es ist durchaus angemessen, nach Gründen für hinhaltende Aussagen zu fragen oder auf das eigene Stillschweigen gegenüber Kollegen zu verweisen. Mitunter lassen sich die Einwände des Arbeitgebers aber auch entkräften – wenn man das Gespräch vorbereitet hat. Hat man sein Anliegen am Ende zusammengefasst, ist der Chef am Zug.

Welche Gehaltserhöhung ist in Gehaltsverhandlungen realistisch?

Todsünden Gehaltsverhandlung

Je nach Branche und Größe des Unternehmens unterscheidet sich die Antwort auf diese Frage. Einzelne Fälle, die immer wieder bekannt werden, bei denen eine Person 20 Prozent und mehr erreichen konnte, sind zumeist aber illusorisch.

Tatsächlich durchsetzbar sind Erhöhungen von durchschnittlich drei bis zu zehn Prozent.

Allerdings muss man sich darüber im klaren sein, dass der Chef im Gegenzug etwas verlangen wird. Eine Gehaltserhöhung von zehn Prozent wird nicht einfach so gewährt.

Zudem wird er versuchen, einen Teil oder den ganzen Gehaltsaufschlag nicht regelmäßig zahlen zu müssen, sondern in Form von leistungsabhängigen Bonus-Zahlungen zu gewähren.

Häufig kommt es gerade in kleineren Firmen auch vor, dass man statt der Gehaltserhöhung andere Angebote bekommt, die das Unternehmen nicht direkt finanziell belasten. Oft werden beispielsweise zusätzliche Urlaubstage angeboten.

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