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Wer in eine Gehaltsverhandlung geht, kämpft eigentlich mit ungleichen Waffen. Der Arbeitgeber als Gegenüber führt sehr viel öfter derartige Gespräche und verfügt folglich auch über eine weit größere Erfahrung.

Entmutigen lassen muss man sich jedoch trotzdem nicht, denn mit der richtigen Vorbereitung kann man den Arbeitgeber überraschen - und wird nicht umgekehrt von ihm überrumpelt.

Argumente von Arbeitgebern in einer Gehaltsverhandlung

Das Ziel des Arbeitgebers ist klar: Er möchte nicht mehr Lohn bezahlen oder die Gehaltserhöhung zumindest so weit wie möglich begrenzen.

Einige klassische Argumente werden hierfür von seiner Seite immer wieder ins Feld geführt:

  • Die wirtschaftlichen Zeiten sind schlecht: Die Firma kann nicht mehr Gehalt bezahlen
  • Die Position des Arbeitnehmers rechtfertigt keine bessere Bezahlung
  • Die Leistungen des Arbeitnehmers reichen nicht für mehr Gehalt
  • Wenn man einer Gehaltserhöhung zustimmt, wollen auf einmal alle Leute mehr Gehalt
  • Der Arbeitgeber erinnert sich an negative Vorfälle mit dem Arbeitnehmer und blockt deshalb ab

Mit der richtigen Vorbereitung kann man in der Gehaltsverhandlung alle Argumente widerlegen - bis auf Nummer eins. Dieser Satz manövriert den anderen jedoch in eine Falle: Offenbar ist er bereit, mehr Gehalt zu geben - so bald die schwierigen wirtschaftlichen Zeiten vorbei sind, kann man also wieder auf das Thema zu sprechen kommen.

Wann ist ein Arbeitgeber zugänglich für eine Gehaltserhöhung?

Die besten Chancen, in einer Gehaltsverhandlung ein ordentliches Lohnplus heraus zu verhandeln, sind nach einem Jobwechsel.

Es winken zehn bis 20 Prozent mehr Gehalt.

Ebenfalls ein sehr starkes Argument sind neue Qualifikationen, die man beispielsweise durch eine Weiterbildung erworben hat und die einen noch wertvoller machen.

Wieso fragt ein potenzieller Arbeitgeber nach dem alten Lohn?

Befindet man sich in einer Gehaltsverhandlung mit einem Unternehmen, fragt der potenzielle Chef gerne nach dem alten Lohn. Er nutzt diese Information, um den Verantwortungsbereich des anderen abzuschätzen und zudem Rückschlüsse darüber zu ziehen, wie viel Vertrauen der andere früher gespürt hat.

Als Arbeitnehmer muss man diese Frage in einer Gehaltsverhandlung übrigens nicht exakt beantworten, es reicht, wenn man einen Etwa-Wert nennen kann.

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