Industriekaufmann - Die wichtigsten Fakten

Das Arbeitsfeld von Industriekaufleuten ist breit gefächert und umfasst fast alle Bereiche, die in einem kaufmännischen Beruf anfallen. Industriekaufleute kaufen Waren ein und verwalten Warenbestände.

Es werden Kosten für Aufträge, Projekte und Produktionsprozesse ermittelt. Außerdem sind sie im Bereich Marketing und Absatz tätig.

Das Entgegennehmen von Aufträgen, das Führen von Verkaufsverhandlungen und das Planen von Marketing- und Werbemaßnahmen gehören zu diesem Berufsbild. Auch die Personalverwaltung gehört zu den Aufgaben von Industriekaufleuten.

Gehalt Industriekaufmann

Brutto Gehalt als Industriekaufmann

2.738,14 EUR 32.857,68 EUR
monatlich jährlich

Alle Details

Das Gehalt in der Ausbildung zum Industriekaufmann

Wer gerne organisatorisch denkt und handelt, die gängigen Office Programme am PC beherrscht und über solide Kenntnisse in Englisch verfügt, der sollte sich vielleicht mal Gedanken machen ob eine Ausbildung zum Industriekaufmann für ihn das richtige ist.

Natürlich sollten auch die mathematischen Fähigkeiten nicht zu kurz kommen und man sollte ebenso Spaß daran haben. den ganzen Tag im Büro sitzend vor einem PC zu verbringen.

Die Ausbildung zum Industriekaufmann im Detail

Vom Gesetz her ist keine Schulbildung der Bewerber vorgeschrieben, allerdings ist der empfohlene bzw. häufigste Schulabschluss für die Ausbildung zum Industriekaufmann das (Fach-)Abitur.

Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Eine Verkürzung auf zwei Jahre ist möglich, wenn der ausbildende Betrieb es genehmigt und der Antrag rechtzeitig bei der Industrie- und Handelskammer eingereicht wird.

Das Gehalt während der Ausbildung zum Industriekaufmann

Generell zählt der Beruf der Industriekaufleute zu den überdurchschnittlich gut bezahlten Ausbildungsberufen.

Hier liegen die Richtwerte etwa bei:
  • 1. Ausbildungsjahr: 780 - 844 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 832 - 897 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 887 - 968 Euro

Die Höhe des Gehalts in der Ausbildung hängt zudem davon ab, ob der Betrieb, in dem man arbeitet, tariflich gebunden ist oder nicht.

In einem tariflich gebundenen Betrieb gelten nämlich vertraglich geregelte Gehälter. Allerdings gibt es in Deutschland je nach Branche und Bundesland unterschiedliche Tarifverträge.

Ausbildung zum Industriekaufmann - Ablauf und Lehrinhalt?)

Im praktischen Teil der Ausbildung, der im jeweiligen Betrieb stattfindet, durchläuft der Lehrling sämtliche notwendigen Abteilungen des Unternehmens, um einen facettenreichen Einblick in alle Bereiche zu erhalten und möglichst viel Praktisches dabei zu erlernen.

Der theoretische Teil der Ausbildung findet parallel dazu an der Berufsschule statt. Hierbei werden allgemeinbildende Fächer genau so unterrichtet wie auch fachspezifische. Zum Beispiel werden gelehrt:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Wirtschaftsrechnen
  • BWL

Je nach Betrieb und Branche können die Aufgabenbereiche sehr individuell sein. Die Ausbildungsinhalte sind jedoch in der Ausbildungsverordnung zum Industriekaufmann fest geregelt.

Dazu gehören unter anderem:

  • der Einsatz von Medien- und Kommunikationstechniken
  • die Beratung und Betreuung von Kunden
  • die exakte Ermittlung des Bedarfs und der darauf abgestimmte Einkauf von Gütern
  • sowie die Analyse von Marktpotenzialen

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GEHALTSCHECK

Das Gehalt nach der Ausbildung

Ausgebildete Industriekaufleute können etwa mit einem Einstiegsgehalt von 1800 bis 2400 Euro Brutto rechnen. Zudem ist es üblich, dass Weihnachtsgeld in Form eines 13. Gehalts und Urlaubsgeld gezahlt werden.

Natürlich hängt das Gehalt von verschiedenen Faktoren ab. Kleine Betriebe zahlen häufig ein niedrigeres Gehalt als große, internationale Konzerne. Auch bei Industriekaufleuten gibt es das West-Ost-Gefälle. Im Westen kann mit höherem Einkommen gerechnet werden als im Osten.

Das gezahlte Gehalt hängt natürlich auch von der Position, der Arbeitserfahrung und der Qualifikation ab. In der Regel bekommt man als Industriekaufmann direkt nach der Ausbildung einen Bereich mit niedrigem bis mittlerem Verantwortungsgrad übertragen. Ein erweiterter Aufgabenbereich macht sich natürlich auch in einer Gehaltserhöhung bemerkbar.

Das Gehalt nach Branche

Im Durchschnitt verdienen ausgelernte Industriekaufleute mit Berufserfahrung ein Gehalt zwischen 1800 und 3000 Euro brutto. Dies hängt jedoch auch von der jeweiligen Branche ab.

Hier finden Sie Beispielgehälter für drei Branchen:
  • Einzel-, Groß- und Außenhandel: 1500 - 2300 Euro
  • Nahrungs- und Genussmittelindustrie: 2300 - 2500 Euro
  • Chemische Industrie: 2600 - 3100 Euro

Dabei handelt es sich natürlich nur um einen kleinen Auszug an beispielhaften Gehältern für Industriekaufleute. Es gibt aber noch viele weitere Branchen und Tarifverordnungen in Deutschland.

Weiterbildungsmöglichkeiten für den Industriekaufmann

Als Industriekaufmann/Industriekauffrau gibt es außerdem zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildungen, die das Gehalt maßgeblich beeinflussen können.

Zum Beispiel gibt es die Weiterbildung zum Betriebswirt, die dazu berechtigt, eine leitende Position einzunehmen und somit natürlich auch mit einem deutlich höheren Jahresgehalt entlohnt wird.

Weiterbildungsmöglichkeiten im Überblick

Für den Industriekaufmann kommen als Fortbildung verschiedenen Optionen in Frage:

  • Fortbildung zum Betriebswirt
  • Fortbildung zum Bilanzbuchhalter
  • Studium

Die Weiterbildung zum Betriebswirt

Wer mindestens ein komplettes Jahr an Erfahrung nach seiner Lehre in dem Beruf als Kaufmann gesammelt hat, der darf offiziell mit der Weiterbildung zum Betriebswird beginnen. Im Regelfall dauert diese rund zwei Jahre lang an, sofern sie in Vollzeit absolviert wird.

Da man aber in den meisten Fällen seinen Beruf für diese Fortbildung nicht unterbrechen möchte, bieten viele Fachschulen hierfür auch Teilzeitweiterbildungen an. Damit verlängert sich zwar die Ausbildungszeit um das doppelte, der Kaufmann kann aber währenddessen in seinem Job weiterarbeiten und bekommt keinerlei finanzielle Nachteile zu spüren.

Die Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter

Diese drei- bis vierjährige Fortbildung kann der Industriekaufmann ebenso bei Bedarf in Teilzeit absolvieren. Bei dieser Art der Fortbildung spezialisiert man sich auf bestimmte Teilbereiche, wie zum Beispiel das Thema Marketing.

Eine Weiterbildung über ein Studium als Industriekaufmann

Zu guter Letzt bietet sich auch noch ein Studium an. In Studiengängen die im Zweig der Wirtschaft, insbesondere der Wirtschaftswissenschaften liegen, ist der Industriekaufmann in jedem Falle an der richtigen Adresse für seine Fortbildung.

Egal für welchen Weg sich der Kaufmann auch entscheiden wird, mit einer Fortbildung ist ihm eines definitiv sicher: Ein ansteigendes monatliches Gehalt.

Hier finden Sie einen Vergleich der durchschnittlichen Jahresgehälter:
Industriekaufmann/ IndustriekauffrauBetriebswirt
Jahresgehalt: 30.000 EuroJahresgehalt: 43.000 Euro

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Einzelnachweise

Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: BERUFE im Spiegel der Statistik
Berufsinstitut für Berufsbildung: Berufe
Berufsinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen

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