Gehalt Schriftsetzer

Brutto Gehalt als Schriftsetzer

Beruf Monatliches Bruttogehalt Jährliches Bruttogehalt
Schriftsetzer/ Schriftsetzerin 1.867,00€ 22.404,00€

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GEHALTSCHECK

Schriftsetzer - Die wichtigsten Fakten

  • Ohne den Beruf des Schriftsetzers würde es keine Zeitung, keine Zeitschrift und kein Buch geben.
  • Ein Schriftsetzer ist nämlich für die Herstellung von Druckvorlagen und in diesem Zusammenhang auch für die Bearbeitung und Gestaltung von Texten, Bildern und Graphiken zuständig.
  • Er arbeitet meistens in Setzereien oder in Druckereien mit angeschlossener Druckvorstufe. Er kann seine Tätigkeit aber auch im Büro eines Verlages oder einer Agentur ausüben.

Das Gehalt als Schriftsetzer

Die Höhe der Ausbildungsvergütung kann zwar entsprechend dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb etwas von den hier angegebenen Zahlen abweichen, doch dem Durchschnitt nach kann der Azubi mit in etwa folgendem Einkommen rechnen:

  • 490 Euro bis 800 Euro brutto im Monat im 1. Lehrjahr
  • 550 Euro bis 850 Euro brutto im Monat im 2. Lehrjahr
  • 600 Euro bis 900 Euro brutto im Monat im 3. Lehrjahr

Das Einstiegsgehalt beträgt etwa 1700 Euro bis 2300 Euro brutto pro Monat.

  • Bei einem Schriftsetzer liegt das Mindestgehalt pro Jahr bei ungefähr 20.000 Euro. Eine große Differenz zeigt sich mit steigender Berufserfahrung, da ein erfahrener Schriftsetzer durchaus mehr als das Doppelte, also bis zu 47.000 Euro, verdienen kann.

Die Verdienstaussichten differenzieren hier auch danach, ob der Schriftsetzer einer freiberuflichen Tätigkeit oder einer Arbeit im Angestelltenverhältnis nachgeht sowie nach den Bundesländern und dem Status der Firma, für die der Schriftsetzer tätig ist.

Die Ausbildung zum Schriftsetzer

Schriftsetzer gibt es schon lange. Schon früher sorgten sie dafür, dass es überhaupt Zeitungen und Bücher geben konnte.

  • Erfunden wurde der Schriftsatz zusammen mit dem Buchdruck mithilfe von beweglichen und wiederverwendbaren Lettern im Jahr 1445 von Johannes Gutenberg. Am Anfang erfolgte der Schriftsatz dabei ausschließlich von Hand mit Lettern aus Blei.

Heutzutage ist aber auch die Arbeit des Schriftsetzers von moderner Technik geprägt: Er führt die einzelnen Elemente nämlich am Computer zusammen und gibt diese dann auf Datenträgern zur Weiterverarbeitung aus. Im Herstellungsprozess läuft inzwischen vieles digital, so dass sich der Personenkreis, der sich für eine Ausbildung zum Schriftsetzer interessiert, gegenwärtig zumeist mit dem neuen Wort Mediengestalter konfrontiert sehen wird.

Wer Schriftsetzer werden möchte, muss in der Regel eine drei bzw. dreieinhalb-jährige Ausbildung mit einer anschließenden Gesellenprüfung absolvieren.

Nur ein Teil der Ausbildung wird an der Schule absolviert, der andere Teil erfolgt im jeweiligen Ausbildungsbetrieb. Damit wird sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis sichergestellt, dass der angehende Fachmann alle benötigten Kenntnisse und Fertigkeiten erlernt, die er zur Ausübung seines späteren Berufs benötigt.

Besonders gute Leistungen sollte man in folgenden Themenschwerpunkten bereits mitbringen:

  • eine gute Allgemeinbildung
  • einwandfreies Beherrschen der deutschen Sprache (perfekte Rechtschreibung und Grammatik)
  • PC-Kenntnisse (vor allem mit Textverarbeitungs- und Bildbearbeitungsprogrammen)
  • Kenntnisse der digitalen Medien
  • Kreativität
  • eine hohe Aufassungsgabe
  • Fingerfertigkeit und Schnelligkeit.

Eine einwandfreie Beherrschung der deutschen Sprache ist unerlässlich, da ein Schriftsetzer in der Lage sein muss, die Manuskripte zu lesen und ggf. auch zu korrigieren, bevor er die Vorlagen für den Druck anfertigt.

Da man neben dem Text oftmals auch Bilder, Graphiken und Farben einzufügen muss, sind Erfahrungen mit Bildbearbeitungsprogrammen und eine gewisse Kreativität ebenfalls von Vorteil.

Die Weiterbildungsoptionen als Schriftsetzer

Als gelernter Schriftsetzer bieten sich mehrere Möglichkeiten zur Weiterbildung an.

Die gängigsten Weiterbildungsvarianten für Schriftsetzer sind:

  • Medienfachwirt
  • Techniker
  • Meistertitel
  • Aufbaustudium

Schriftsetzer - Weiterbildungen im Detail

Weiterbildung zum Medienfachwirt

Wer in seinen Berufsalltag auch gerne die kaufmännische Note mit einfließen lassen möchte, der kann sich zum Beispiel zum Medienfachwirt weiterbilden. Das dauert maximal 2 Jahre und eröffnet ganz neue Möglichkeiten bei den Beschäftigungsfeldern im Unternehmen.

Fortbildung zum Techniker

Mit einer zeitlichen Investition von zwei bis vier Jahren ist es für den Schriftsetzer auch möglich, sich zum Techniker fortzubilden. Mit den hierbei erweiterten und vertieften Fachkenntnissen ist es oftmals möglich, die Karriereleiter schneller zu erklimmen.

Erwerb des Meistertitels

Die mit Abstand am häufigsten gewählte Variante der Fortbildung ist die der Erlangung des Meistertitels. Mit einem erreichten Meistertitel darf man sich zum einen als Schriftsetzer auch selbstständig machen und seine eigene kleine Existenz aufbauen. Zum anderen erhält man damit die offizielle Erlaubnis, auch eigenständig Lehrlinge selbst ausbilden zu dürfen.

Ein Aufbaustudium absolvieren

Wer über ein Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss verfügt, der hat auch noch die Option, sich in seinem Beruf über ein Aufbaustudium als Weiterbildung weiterzuqualifizieren. Gerade in Studiengängen wie dem Grafikdesign finden sich immer wieder Studenten aus dieser Branche.

Häufig gestellte Fragen zum Gehalt als Schriftsetzer

Da dieser Beruf hohe Ansprüche an den Arbeitnehmer oder freiberuflich tätigen Schriftsetzer stellt, wird Erfahrung in den meisten Firmen belohnt. Das Gehalt steigt nach Berufsjahren, aber auch nach den Referenzen des einzelnen Schriftsetzers.

In der freiberuflichen Tätigkeit verdient ein Schriftsetzer mit positiven Referenzen am besten und kann in verschiedenen Branchen und Bereichen arbeiten.

Neben der Arbeit als Freiberufler ist die Leitung einer Abteilung eine Chance, um ein hohes jährliches Gehalt zu verdienen. Hier sind oftmals eine Weiterbildung in BWL und im Bereich der Rechnungserstellung und dem Kostenmanagement eine notwendige Grundlage.

Außerdem kann man nach mehrjähriger Tätigkeit als Schriftsetzer auch zum Teamleiter oder sogar zum Korrektor aufsteigen.

Aufgrund der enormen Gehaltsunterschiede ist es interessant, sich den Verdienst eines Schriftsetzers je nach Bundesland anzusehen. In Thüringen und Sachsen liegt das jährliche Gehalt zwischen 20.000 und 25.000 Euro, für Berufsanfänger sogar oftmals unter 20.000 Euro.

In Hessen und Baden Württemberg steigen Schriftsetzer mit einem Gehalt von 25.000 Euro ins Berufsleben ein und haben Verdienstchancen von bis zu 47.000 Euro, wenn sie in eine leitende Position aufsteigen.

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Einzelnachweise

Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: BERUFE im Spiegel der Statistik
Berufsinstitut für Berufsbildung: Berufe
Berufsinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen

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