Elektronische Lohnsteuerkarte

Die elektronische Lohnsteuerkarte – was Arbeitnehmer beachten müssen

Elektronische LohnsteuerkarteDer Computer hat mittlerweile alle Bereiche unseres Lebens erreicht. Seit einigen Jahren auch das Finanzsystem und die Finanzämter. Sukzessive hat der Fiskus die elektronische Bearbeitung der Steuerangelegenheiten eingeführt.

Das ist auch ganz logisch, denn Rechner können rechnen und Finanzbeamte können sich so die Rechenarbeit abnehmen lassen. Die Lohnsteuerkarte wurde zum 1. Januar 2013 abgeschafft und durch die elektronische Lohnsteuerkarte ersetzt.

Seit 2013 ist es Pflicht, bestimmte steuerliche Erklärungen ausschließlich in elektronischer Form abzugeben

Für den Steuerbürger war es schon seit Längerem möglich, über das System Elster (elektronische Steuererklärung) die Einkommensteuererklärung weitgehend elektronisch abzugeben. Für Unternehmen wird es in diesem Jahr sogar zur Pflicht gemacht, bestimmte steuerliche Erklärungen, wie etwa Umsatzsteuererklärung oder Feststellungserklärung, ausschließlich elektronisch abzugeben.

Bereits 2010 eingeführt, ist die elektronische Lohnsteuerkarte erst seit 2013 in vollem Umfang einsatzfähig

Auf diesem Wege war die Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte 2010 ein wichtiger Schritt. Wäre er gewesen. Denn nicht 2010, sondern erst 2013 funktionierte das System mit der elektronischen Lohnsteuerkarte wirklich. Das hat unter anderem zur Folge, dass die gelbe Lohnsteuerkarte von 2010 auch in den Jahren 2011 und 2012 verwendet werden musste.

Was ist neu?

Jeder Unternehmer, der einen Arbeitnehmer beschäftigt, muss diesen beim Finanzamt melden. Vom Finanzamt erhält er dann die entsprechende elektronische Lohnsteuerkarte. Der Unternehmer, respektive dessen Buchhaltungsunternehmen, führt dann diese elektronische Lohnsteuerkarte im Laufe des Jahres weiter. Neu gegenüber gegenüber den vergangenen Jahren ist, dass der Arbeitnehmer keine eigene Lohnsteuerkarte in die Hand bekommt.


Meist wird der Arbeitgeber den Arbeitnehmer auffordern, die Daten der elektronischen Lohnsteuerkarte während des laufenden Jahres zu überprüfen, damit einerseits der richtige Lohnsteuerabzug durchgeführt werden kann und andererseits eventuelle Freibeträge und usw. korrekt eingetragen sind.

Am Beginn eines Folgejahres erhält der Arbeitnehmer den Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerkarte, damit er die darin enthaltenen Daten zur Kenntnis erhält und überprüfen kann. Es ist nicht erforderlich, diesen Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerkarte dem Finanzamt bei der Erstellung einer Einkommensteuererklärung einzureichen.

Arbeitnehmer müssen sich selbst an das Finanzamt wenden

Dadurch, dass der Arbeitnehmer seine Lohnsteuerkarte nicht mehr wie in den vergangenen Jahren durch das Einwohnermeldeamt zugesendet bekommt, muss er sich, wenn er denn eine entsprechende Lohnsteuerbescheinigung benötigt, selbst an das Finanzamt wenden. Das kann beispielsweise notwendig sein, wenn der Arbeitnehmer ein 2. Arbeitsverhältnis auf Basis der Lohnsteuerklasse 6 aufnehmen möchte. Das Finanzamt gibt dem Arbeitnehmer dann eine Lohnsteuerbescheinigung, die dieser seinem Arbeitgeber vorlegt.

Es ist dringend empfohlen, die Kopie der elektronischen Lohnsteuerkarte genau zu überprüfen

Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte sei es jedem Arbeitnehmer dringlich empfohlen, wenigstens noch einige Jahre lang die die Kopie der elektronischen Lohnsteuerkarte genau zu prüfen. Die Finanzämter haben mitgeteilt, dass bei der Überführung der Daten vom bisherigen System auf das neue durchaus Fehler entstanden sein können. Es ist im Sinne des Arbeitnehmers, wenn diese ausgemerzt werden.

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