Abzüge Steuerklassen 6

Wie gestalten sich die Abzüge Steuerklasse 6?

Die Einteilung der Lohnsteuerklassen für Arbeitnehmer reicht von der Lohnsteuerklasse 1 bis hin zur Lohnsteuerklasse 6.

Innerhalb der verschiedenen Steuerklassen variieren die Abzüge. Wie gestalten sich also die die Abzüge Steuerklasse 6?

Um diese Frage zu klären, soll zunächst kurz dargelegt werden, wer überhaupt nach Steuerklasse 6 besteuert wird:

Wer wird nach Lohnsteuerklasse 6 besteuert?

Diese Lohnsteuerklasse gilt für Arbeitnehmer, die neben ihrem Hauptjob noch einen weiteren Nebenjob anmelden. In dem Fall greift die Besteuerung nach Lohnsteuerklasse 6.

Ebenfalls sind Rentner davon betroffen, wenn sie zu ihrer Rente noch einen kleinen Job annehmen.

Legt man dem Arbeitnehmer keine Lohnsteuerkarte vor, wird nach Steuerklasse 6 abgerechnet

Auch diejenigen Arbeitnehmer, die ihrem Arbeitgeber keine Lohnsteuerkarte vorgelegt haben, müssen automatisch nach Lohnsteuerklasse 6 besteuert werden.

Die ist gewissermaßen als Erziehungsmaßnahme gedacht, denn die Abzüge Steuerklasse 6 sind außerordentlich hoch.

Man sollte also unbedingt daran denken, einem neuen Arbeitgeber schnellstens die Lohnsteuerkarte vorzulegen, damit dieser Fall vermieden wird – aber durch die elektronische Erfassung ist dieses Problem weitestgehend behoben.

Wie hoch sind die Abzüge Steuerklasse 6?

Die Abzüge in Steuerklasse 6 sind leider sehr hoch. Denn in dieser Lohnsteuerklasse gibt es keinen Freibetrag.

Im Gegensatz zur Klasse 1, wo die Freibeträge insgesamt bei  8620 Euro liegen und zu Lohnsteuerklasse 3, wo 16.320 Euro als Freibetrag berücksichtigt werden können, steht in der Lohnsteuerklasse 6 überhaupt kein Freibetrag zur Verfügung.

Man geht davon aus, dass die Freibeträge durch den Job in der jeweils anderen Lohnsteuerklasse bereits ausgeschöpft sind. Ist dies nicht der Fall, kann man den Freibetrag, der auf der ersten Steuerkarte nicht verbraucht wurde auf der Lohnsteuerkarte mit der Klasse 6 berücksichtigen lassen.

Bei welchem Arbeitgeber muss man die Lohnsteuerklasse 6 angeben?

Dabei hat der Arbeitnehmer freie Wahl. Es ist natürlich wichtig, bei der Auswahl sehr sorgfältig vorzugehen.

Um Steuern zu sparen sollte man auf jeden Fall bei dem Arbeitgeber, bei dem man den niedrigsten Lohn erhält, die Karte mit der Steuerklasse 6 abgeben. Dadurch erhöht sich dann das monatliche Gesamteinkommen.

Die Abzüge Steuerklasse 6 – dies sei noch mal zusammengefasst – sind so hoch, weil in dieser Steuerklasse lediglich der Altersentlastungsbetrag abgezogen wird, ansonsten aber überhaupt kein Freibetrag zur Verfügung steht.

Das könnte Sie auch interessieren