Das Ehegattensplitting richtig verstehen

Alle Ehepaare, die sich für die Steuerklassenkombination 3 und 5 entscheiden, sollten mit dem Begriff Ehegattensplitting vertraut sein.

Darüber hinaus wäre es auch für alle anderen Personen hilfreich, wenn sie zumindest Grundkenntnisse in diesem Bereich besitzen würden.

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Ehegattensplitting - die Grundlagen

Beim Ehegattensplittung werden die Einkommen beider Partner addiert und durch zwei geteilt. Durch das Splitting der Einkommen kann eine gerechte Verteilung der Steuerlast erreicht werden.

Das Ehepaar wird beim Splitting als Wirtschaftsgemeinschaft gesehen, bei der es völlig unerheblich ist, wie viel jeder einzelne zum Gesamteinkommen beiträgt.

Der Partner mit dem höheren Einkommen wird der Steuerklasse 3 zugeteilt, der mit dem niedrigeren der Steuerklasse 5.

Ehegattensplitting und Steuerschuld

Grundsätzlich wirkt sich das Ehegattensplitting nicht auf die Höhe der jährlichen Steuerlast aus. Es kann jedoch einen ganz erheblichen Einfluss auf den monatlichen Nettoverdienst haben.

Der Hauptgrund dafür ist, dass die steuerlichen Freibeträge in der Steuerklasse 3 erheblich höher sind, als dies bei allen anderen Steuerklassen der Fall ist. Im Gegensatz dazu werden in der Steuerklasse 5 keine Freibeträge eingeräumt.

Nur die Steuerklasse 6 ist noch ungünstiger als die Steuerklasse 5. Sie hat jedoch beim Splitting der Einkommen überhaupt keine Bedeutung. Sie ist nur für Personen, die einen Zweit- oder Nebenjob ausüben, relevant.

Ehegattensplitting - nur für Ehepaare

Das Ehegattensplitting gilt nur für verheiratete Paare. Personen, die lediglich in einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammen leben, können es leider nicht anwenden. Das Gleiche traf bis einschließlich 2013 auf eingetragene Lebenspartnerschaften, welche auch als Homo-Ehe bezeichnet werden, zu.

Hier gab es jedoch einige Städte, Landkreise oder Kommunen, die das Ehegattensplitting auch für eingetragene Lebenspartnerschaften erlaubten. Seit 2014 werden eingetragene Lebenspartnerschaften steuerrechtlich wie Ehen behandelt.

In der Steuerklasse 4 ist das Splitting der Einkommen relativ einfach. Sind die Bruttoverdienste in etwa gleich hoch, kommt es bei der Jahressteuererklärung weder zu größeren Rückforderungen, noch zu größeren Nachzahlungen.

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