Ehegattensplitting beantragen

Eine Eheschließung bringt - das weiß in Deutschland praktisch jeder - steuerliche Vorteile.

Es soll Paare geben, die nur deshalb den Gang zum Standesamt bzw. vor den Traualtar antreten.

Ein Weg, um die Steuervorteile nutzen zu können, ist das Ehegattensplitting, das sich insbesondere bei der Wahl der Steuerklassen 3 und 5 positiv auswirkt, aber eigentlich immer hilft. Aber wie muss man dieses richtig beantragen?

Wie kann man das Ehegattensplitting beantragen?

Gewöhnlich muss man dies überhaupt nicht tun. Das Ehegattensplitting ist identisch mit der gemeinsamen Veranlagung, die für frisch getraute Paare automatisch gewählt wird.

Wer allerdings sicher gehen möchte oder für eine Zeit anders verlangt war und nun wieder ändern will, kann hierfür den Mantelbogen der Einkommensteuererklärung wählen:

Bei der Frage nach der gewünschten Veranlagungsart reicht ein Kreuz bei der gemeinsamen Veranlagung.

Wer diesem Verfahren misstraut, weil ein Kreuz schnell übersehen wird, kann alternativ oder zusätzlich eine formlose Erklärung als Anlage beilegen, um die gemeinsame Veranlagung zu beantragen.

Hierbei sollte man darauf hinweisen, dass man die rechtlichen Voraussetzungen laut § 32a Absatz 5 EStG erfüllt. Diese sind denkbar einfach:

Man muss verheiratet sein und darf das Trennungsjahr nicht hinter sich haben. Zudem darf keiner der Partner seinen Wohnsitz dauerhaft im Ausland führen.

Wann muss man das Ehegattensplitting beantragen?

Hier macht der Gesetzgeber wenig Druck: Solange der Steuerbescheid nicht ergangen ist, kann man das Ehegattensplitting sogar noch nachträglich beantragen.

Fälschlich liest man manchmal, dass in dem Veranlagungsjahr bereits der Antrag erfolgt sein muss.

Entscheidend ist die Abgabe der Einkommensteuererklärung bzw. der Erhalt des Steuerbescheids.

Das könnte Sie auch interessieren