Die wichtigsten Fakten


Eingetragene Lebenspartnerschaft

Eingetragene Lebenspartnerschaft: Die relevanten Steuerklassen

Prinzipiell wird im Steuerrecht die eingetragene Lebenspartnerschaft einer Eheschließung gleichgestellt. So sind die relevanten Steuerklassen die

Der Wechsel einer Steuerklasse ist zwar mit den richtigen Formularen prinzipiell unkompliziert. Er ist allerdings nur einmal im Steuerjahr möglich – bis auf wenige Ausnahmen.

  • Wenn eingetragene Lebenspartner nicht möchten, dass ihr Arbeitgeber von der Lebenspartnerschaft erfährt, können sie auch die Steuerklasse 1 wählen.

 

Nachdem die eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen wird, gehören beide Lebenspartner zuerst in Steuerklasse 4. Diese entspricht weitgehend bei den Abzügen der Lohnsteuerklasse 1, welche für Singles ohne Kind gilt.

Freibeträge in Steuerklasse 4
FreibeträgeHöhe des Freibetrags
Grundfreibetrag8.820 Euro
Arbeitnehmerpauschbetrag1.000 Euro
Sozialausgabenpauschbetrag36 Euro
Vorsorgepauschaleabhängig vom Bruttoverdienst
Kinderfreibetrag7.356 Euro

 

Je nach Situation können die Partner für die eingetragene Lebenspartnerschaft die Steuerklassen ändern lassen. Auf Antrag ist beispielsweise der Wechsel in die Steuerklasse 4 mit Faktor möglich.

Der Faktor soll die Lohnsteuerlast unter beiden Lebenspartnern ausgewogen aufteilen.

 

In einigen Situationen kann sich auch der Wechsel in die Kombination 3 und 5 lohnen. Zum Beispiel dann, wenn ein Partner mehr verdient als der andere.

  • Am günstigsten wirkt sich die Steuerklassenkombination bei einem Verhältnis von 60:40 bei beiden Gehältern aus.

 

Häufig gestellte Fragen zur eingetragenen Lebenspartnerschaft

Für eingetragene Partnerschaften mit Kindern gelten dieselben Steuerklassen wie für Ehepaare: also Steuerklasse 4, Steuerklasse 4 mit Faktor oder Steuerklasse 3 in Kombination mit 5.

Je nach Steuerklasse können aber für das Kind unterschiedliche Vergünstigungen in Anspruch genommen werden. So richtet sich die Höhe des Kinderfreibetrags nach der Steuerklasse. Mehr Infos...

Inzwischen ist dies möglich. Das Ehegattensplitting gilt allerdings erst seit dem Sommer 2013 rückwirkend zum 01.01.2001.

Bei sehr unterschiedlich hohen Einkommen oder wenn man Kinder hat, kann man zum Beispiel in die Steuerklassen 3/5 wechseln und von den steuerlichen Vorteilen profitieren.

Unabhängig davon, ob nur einer oder beide Partner den Wunsch haben, einen Nebenjob auszuüben, werden sie im Zweit- oder Drittjob in der Regel in die Steuerklasse 6 eingeordnet.

Eine Ausnahme bestünde lediglich dann, wenn einer der beiden Partner nicht berufstätig ist und nun eine neue Arbeit aufnimmt, oder wenn es sich bei der Nebentätigkeit um eine selbstständige beziehungsweise freiberufliche Tätigkeit oder einen Minijob handelt.

Hier gelten gesonderte steuerliche Regelungen.
Nähere Auskünfte dazu könnte sowohl das Finanzamt als auch ein Steuerberater geben.

Beschäftigten wird in Deutschland nicht der volle Bruttolohn ausgezahlt. Bevor das Einkommen auf dem Konto landet, werden unter anderem:

vom Monatsbrutto einbehalten. Darüber hinaus greift der Fiskus auf das Einkommen zu – in Form der Lohnsteuer.

Deren Abzug ist für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen hierzulande obligatorisch. Maßgebend ist an diesem Punkt die Lohnsteuerklasse.

In Deutschland gelten insgesamt folgende mögliche Lohnsteuerklassen – und zwar:

Jede bringt ihre ganz besonderen Eigenheiten mit. So sind Ehepaare nach der Hochzeit und Lebenspartnerschaften nach deren Eintragung zunächst automatisch in der Steuerklasse 4.

Einzelnachweise


  1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Lebenspartnerschaftsgesetz
  2. Bundesverfassungsgericht:  Zusammenveranlagung: Uneingeschränkte Geltung für Lebenspartnerschaften

Das könnte Sie auch interessieren