Steuerklasse wechseln und bares Geld sparen

Bares Geld sparenAlle Personen, die ihre Steuerklasse wechseln möchten, sollten sich erst einmal genau informieren, ob sie überhaupt ein Wahlrecht haben oder ob ihre Steuerklasse nicht bereits von vornherein feststeht.

Letzteres trifft in erster Linie auf alleinstehende Personen, ersteres auf Eheppare zu. Eine Änderung der Steuerklasse müsste immer schriftlich und mit einem speziell dafür vorgesehenen Formular beantragt werden. Sie wird vom Finanzamt durchgeführt.

Wahl der Steuerklasse

Immer dann, wenn sich der Familienstand ändert, ist auch eine Änderung der Steuerklasse erforderlich. Dies betrifft sowohl diejenigen Personen, die die Ehe eingehen, als auch diejenigen Personen, die sich scheiden lassen oder deren Partner verstirbt.

Bei der Wahl der Steuerklasse sollten die Ehe- und Lebenspartner unbedingt berücksichtigen, wie hoch ihre jeweiligen Bruttoverdienste sind.

Ist eine Entscheidung getroffen, müssten sich die Ehepartner gemeinsam zum Finanzamt begeben und dort ihre Lohnsteuerkarten vorlegen. Insbesondere dann, wenn die Hochzeit noch nicht vermerkt worden ist, wäre auch das Familienstammbuch erforderlich.

Steuerklasse wechseln

Für eine Änderung der Steuerklasse müsste das Formular zum Wechsel vollständig ausgefüllt, mit der Steuer- und der Steueridentifikationsnummer beider Partner versehen und zusammen mit den Lohnsteuerkarten beim Finanzamt eingereicht werden.

Der Wechsel der Steuerklasse wird ab dem Datum der Hochzeit wirksam. Das Gleiche gilt auch für den Fall, dass eine Scheidung rechtskräftig wird oder dass der Ehepartner verstirbt.

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Im letztgenannten Fall würde der hinterbliebenen Ehepartner sowohl im Jahr des Todes als auch im darauffolgenden Jahr in die Steuerklassse 3 eingeordnet.

Nach einer Scheidung werden beide Ehepartner steuerlich so gestellt, als wären sie Singles.
Dies heißt dann ganz konkret, dass kinderlose Geschiedene in die Steuerklasse 1 und Personen mit Kindern, die auch das Erziehungsrecht besitzen und kindergeldberechtigt sind, in die Steuerklasse 2 eingeordnet werden.

Insbesondere dann, wenn sich die familiäre oder die finanzielle Situation eines Ehepaares erheblich ändert, wäre es sinnvoll, über einen Wechsel der Steuerklasse nachzudenken.

Ist die Ehefrau schwanger und wird demnächst Elterngeld beziehen, ist es für sie oft lohnenswert, vor der Geburt in die Steuerklasse 3 zu wechseln. Dadurch könnte sie sich den Anspruch auf einen höheren Nettoverdienst und damit auch ein höheres Elterngeld sichern.

Die Wahl der Steuerklasse 3 setzt jedoch immer voraus, dass der andere Ehepartner bereit ist, die Steuerklasse 5 und damit auch erhebliche Lohnabzüge zu akzeptieren.

Auch dann, wenn einer der beiden Ehepartner erwartet, demnächst Lohnersatzleistungen wie zum Beispiel Arbeitslosengeld zu beziehen, wäre es unter bestimmten Umständen angezeigt, die Steuerklasse zu wechseln.

Der Hauptgrund dafür ist, dass die Lohnersatzleistungen auf der Basis der Bruttoverdienste der letzten 12 Monate berechnet werden. Durch die Wahl der richtigen Steuerklasse könnte so auch die Höhe der Lohnersatzleistungen beeinflusst werden.

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