Anlage L der Steuererklärung

Die Anlage L ist dann mit der Steuererklärung abzugeben, wenn Einkünfte aus der Land und Forstwirtschaft erzielt wurden. Dazu werden auch Wein- und Gartenbau gerechnet.

Dabei wird der Gewinn wie bei jedem anderen gewerblichen Betrieb auch ermittelt. Entweder kommt ein Betriebsvermögensvergleich zum Einsatz oder der Steuererklärung ist mit der Anlage für Land und Forstwirtschaft auch eine Einnahme-Überschuss-Rechnung beizugeben.

Übersteigt der Jahresumsatz 17.500 Euro, darf diese nicht formlos sein, sondern muss den amtlichen Vorschriften entsprechen.

Anlage L prüft gemäß § 13 Absatz 1 EstG

Die zugehörige Rechtsnorm für die Besteuerung der Erträge aus Betrieben der Land- und Forstwirtschaft ist § 13 Absatz 1 EStG.

Diese geht sehr ins Detail, deshalb tut dies die Anlage L zur Steuererklärung ebenfalls.

Dies betrifft die Flächennutzung des Grundstücks ebenso wie die Tierhaltung des Betriebs. Bei den Vieheinheiten müssen beispielsweise Tierarten sowie Stückzahl der Tiere vermerkt werden.

Die Nutzungsspezifikationen müssen genau ermittelt werden

Ein Problem der Land und Forstwirtschaft ist es, dass das gesamte Grundstück mit Ausnahme der Wohneinheit zur Erreichung der Einkünfte verwendet wird. Dies schlägt sich in Anlage L nieder. In der Steuererklärung (Seite 2 der Anlage L) ist deshalb folgendes zu vermerken:

  • Die genaue Nutzung aller Flächen
  • Nutzungsarten sowie Nutzungsrechte der Flächen
  • Viehbestand

Auch Ferien auf dem Bauernhof gehören in die Anlage L

Ebenfalls in der Anlage sind die Einkünfte aus Nebenbetrieben zu vermerken, vorausgesetzt, sie dienen einem landwirtschaftlichen Zweck oder aber dem Hauptbetrieb.

Wer beispielsweise einen Bauernladen führt und seine eigenen Produkte direkt vor der Haustür verkauft, muss die entsprechenden Einkünfte ebenfalls in dieser Anlage eintragen.Die Definition von 'dient dem Hauptbetrieb' ist dabei ausgesprochen weit gefasst.

Selbst die Einkünfte von Ferien auf dem Bauernhof gehören in die Anlage für Land und Forstwirtschaft der Erklärung, weil ein Teil des Geldes zum Erhalt des Bauernhofs eingesetzt werden muss, was dem Hauptbetrieb nützt.

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