Kinderfreibetrag in der Steuererklärung

Wer ein Kind hat, kann zwischen dem Kindergeld oder dem Kinderfreibetrag als staatliche Förderung für die Familie wählen.

Um mögliche Steuernachzahlungen nach Abgabe der Steuererklärung zu vermeiden, interessieren sich viele Eltern für den Freibetrag, wissen jedoch nicht, wie und wo sie diesen eintragen sollen. Dies wird im folgenden Text erklärt.

Wo wird der Kinderfreibetrag in der Steuererklärung eingetragen?

Eltern müssen sich überhaupt darum kümmern, den Freibetrag einzutragen. Sie müssen lediglich die Anlage KIND für jedes Kind mit der Einkommensteuererklärung abgeben. Haben sie kein Kindergeld beantragt, erhalten sie den Freibetrag automatisch.

Wurde die Leistung beantragt, führt das Finanzamt eine Günstigerprüfung durch. Wäre der Freibetrag vorteilhafter gewesen, erhält der Steuerpflichtige bzw. das Ehepaar die Differenz. Ist das Kindergeld günstiger, wirkt sich dies nicht nachteilig ist.

Welcher Kinderfreibetrag wird maximal in Anspruch genommen?

Der Freibetrag beträgt 7.356 Euro (Stand 2017) für zusammenveranlagte Ehepaare. Diese Summe setzt sich so zusammen:

  • 4.716 Euro für den Grundbedarf
  • 2.640 Euro für Erziehung, Bildung und Betreuung

Werden die Eltern nicht gemeinsam veranlagt, bekommt jeder von ihnen die Hälfte, also 3.678 Euro.

Wann lohnt es sich, den Kinderfreibetrag in der Steuer zu nutzen?

Tatsächlich ist das Kindergeld für die meisten Eltern finanziell deutlich vorteilhafter. Alleinerziehende profitieren von dem Freibetrag erst ab einem jährlichen Einkommen von 30.000 Euro und zusammenveranlagte Eltern ab 60.000 Euro.

Bei diesen Summen wurden bereits alle andere Abzugsmöglichkeiten berücksichtigt. Deshalb gilt: Man sollte immer das Kindergeld beantragen! Auch Besserverdiener haben dabei nichts zu verlieren, bekommen sie die Differenz doch ausgezahlt.

Wann läuft der Kinderfreibetrag aus?

Für den Freibetrag gelten die gleichen Regeln wie für das Kindergeld. Er kann für die Steuererklärung genutzt werden bis der Nachwuchs volljährig ist.

Sollte sich das Kind dann noch in der Ausbildung befinden, läuft der Freibetrag bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres des Kindes weiter.

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