Steuererklärung Todesfall

Nach einem Todesfall wartet auf die Hinterbliebenen ein Verwaltungsmarathon.

So müssen beispielsweise die Beerdigung organisiert, der Hausstand aufgelöst und das Erbe aufgeteilt werden.

Ein Umstand, dem sich die Hinterbliebenen häufig nicht bewusst sind, lautet: Es muss auch noch einmal eine Steuererklärung für den Verstorbenen erstellt werden.

Wer muss die Steuererklärung für den Verstorbenen erstellen?

Die Aufgabe, die letzte Einkommensteuererklärung für den Verstorbenen zu erstellen, liegt nicht bei allen Hinterbliebenen, sondern lediglich bei dem oder den Erben.

Als Beispiel: Die Mutter von zwei Kindern stirbt und hinterlässt ihrem noch lebendem Ehemann alles, so muss dieser die Einkommensteuererklärung machen.

Gibt es eine Erbengemeinschaft, so muss diese die Aufgabe erledigen. Sie kann hierfür ein Mitglied der Gemeinschaft bestimmen oder einen Steuerberater beauftragen.

Zeitraum, den die Steuererklärung nach dem Todesfall abdecken muss

Die Einkommensteuererklärung beginnt mit dem ersten Tag des Veranlagungjahres - also dem 1.Januar - und endet mit dem Todestag.

Ist dies der 2.Januar, so bezieht sich die Einkommensteuererklärung tatsächlich nur auf zwei Tage. Ist es der 31.Dezember, handelt es sich im Prinzip um eine normale Erklärung.


Wie fließen Einkünfte nach dem Todesfall in die Steuererklärung ein?

Fast immer erwirtschaftet der Verstorbene allerdings noch Einkünfte, obwohl er bereits gestorben sind. Dabei kann es sich beispielsweise um Zinseinnahmen oder Beteiligungen handeln. Für diese Art der Einkünfte gilt: Es ist eine gesonderte Feststellungserklärung zu erstellen.

Im Prinzip handelt es sich dabei nur um eine leichte Variation der typischen Einkommensteuererklärung. Mit diesem Dokument kann das Finanzamt die zusätzlichen Einnahmen auf die Erben verteilen.

  • Die vom Finanzamt auf diese Weise verteilten Einkünfte erhöhen die steuerpflichtigen Einkünfte der Erben. Deren Abgabelast steigt dadurch.

Das könnte Sie auch interessieren