Die wichtigsten Fakten


Steuererklaerung Unterhalt

Den Unterhalt für Kinder über die Steuer absetzen

Beim Kindesunterhalt gilt: Dieser ist in der Regel überhaupt nicht absetzbar. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Kinder noch minderjährig oder bereits volljährig sind.

Die einzige und sehr seltene Ausnahme ist, dass weder Kindergeld gezahlt noch der Kinderfreibetrag in Anspruch genommen werden. Nur dann ist der Kindesunterhalt absetzbar.

Die Belastung wird nach Ansicht des Gesetzgebers über das Kindergeld oder den Kinderfreibetrag ausgeglichen. Unterhaltspflichtige sollten deshalb darauf hinwirken, dass diese Summen bei der Festsetzung der Höhe ihrer Zahlungen berücksichtigt werden.

  • Unterhalt meint nicht nur eine regelmäßige Geldzahlung, sonder auch eine Einmalzahlung oder die mietfreie Überlassung einer Immobilie.

Die steuerlichen Möglichkeiten zum Unterhalt in der Übersicht

Unterhalt für ...
... Kinderkann nicht von der Steuer abgesetzt werden, wenn Kindergeld bezogen oder der Kinderfreibetrag in Anspruch genommen wird.
... Ex-Partnerkann in der Anlage U als Sonderausgabe (Realsplitting) oder in der Anlage Unterhalt als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden.

Häufig gestellte Fragen zum Unterhalt

Dies ist auf zwei Wegen möglich:

  • als Sonderausgabe über die Anlage U (Realsplitting)
  • als außergewöhnliche Belastung

Beide Varianten gelten erst für das Jahr, indem die Zusammenveranlagung aufgehoben ist. Und beide Möglichkeiten sind nicht optimal: Wählt man beispielsweise die Sonderausgabe, so darf man maximal 13.805 Euro pro Jahr bzw. 1.150 Euro pro Monat absetzen.

Das Problem ist, dass der Partner dieser Variante zustimmen muss. Er muss dann seine Unterhaltszahlungen als Einkommen versteuern. Diese Verpflichtung besteht ansonsten nicht.

Lehnt der Partner ab, kann man versuchen, die Zahlungen als außergewöhnliche Belastung abzusetzen. In diesem Fall dürfen maximal 7.680 Euro pro Jahr bzw. 640 Euro pro Monat abgesetzt werden.

Aber: Der Partner darf über kein Einkommen oder Vermögen verfügen. Dies bedeutet, der Unterhaltsempfänger darf maximal 624 Euro pro Jahr verdienen.

Erhält er mehr, mindert jeder gezahlte Unterhaltseuro den Freibetrag und macht diese Variante nicht mehr rentabel. Dieser Möglichkeit muss der Empfänger allerdings nicht extra zustimmen.

  • Beide Varianten dürfen nicht parallel gewählt werden.

 

Als Unterhalt können die monatlichen Zahlungen abgesetzt werden. Darüberhinaus auch:

  • Einmalzahlungen
  • den Schuldendienst für gemeinsame Immobilien
  • die mietfreie Überlassung einer eigenen Immobilie

Einzelnachweise


  1. Bundesfinanzministerium: Steuerliche Entlastungen für Arbeitnehmer, Familien und Alleinerziehende 
  2. Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend: Freibeträge für Kinder
  3. Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend: Unterhalt

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