Gründungszuschuss

868.000 Bundesbürger haben sich im Jahr 2013 laut Gründungsmonitor 2014 der KfW Bankengruppe selbstständig gemacht. Mehr als 300.000 waren Existenzgründer in Vollzeit. Über die Hälfte ging 2013 der Existenzgründung neben dem Beruf nach.

Wer sich voll und ganz dem eigenen Unternehmen verschreibt, kann sich die Gründung in Deutschland fördern lassen. Dazu gehört der Gründungszuschuss für Empfänger von Arbeitslosengeld.
Wie wird der Zuschuss in der Steuererklärung behandelt?

Gründung mit Hilfe vom Staat

Wer ein Unternehmen gründet, ist sein eigener Chef. Ein Vorzug, der nicht über die Herausforderungen einer Gründung hinwegtäuschen darf. Verantwortung, Mehrarbeit und Konkurrenzdruck sind Hürden, die jeder Gründer meistern muss.

Als besonders problematisch erweisen sich in der Regel die Finanzen. Gerade zu Beginn erzielt das Unternehmen nicht immer den gewünschten Ertrag.

Durch den Gründungszuschuss greift der Staat allen Existenzgründern unter die Arme, welche mit dem eigenen Betrieb ihre Arbeitslosigkeit beenden wollen.

  • Unternehmensgründer können den Zuschuss nach § 93 SGB III beantragen, sofern sie die selbstständige Tätigkeit
    1. hauptberuflich ausüben
    2. ALG (für noch mindestens 150 Tage) beziehen
    3. die Tragfähigkeit der Gründung nachweisen.

Allerdings ist der Gründungszuschuss mittlerweile keine Leistung mehr, auf die ein Rechtsanspruch besteht. Es liegt im Ermessen der zuständigen Behörde, ob der Gründungszuschuss gewährt wird.

Kommt es zur Bewilligung, erhält der Gründer über sechs Monate Leistungen in Höhe des letzten Arbeitslosengeldes zuzüglich 300 Euro. Der letztgenannte Betrag wird auch im Fall der Verlängerung um weitere neun Monate ausgezahlt.

Gründungszuschuss wird steuerfrei ausgezahlt

Gründer und Unternehmer müssen eine Steuererklärung abgeben. Oft als eher lästige Pflicht wahrgenommen, wird die Steuererklärung gerade mit dem Gründungszuschuss zur vermeintlichen Herausforderung.

Aber: Existenzgründer können an dieser Stelle aufatmen.

Der Zuschuss fließt in die Steuererklärung nicht ein, da er steuerfrei ausgezahlt wird und auch nicht dem gefürchteten Progressionsvorbehalt unterliegt.

Letztlich muss der Gründungszuschuss aus diesen beiden Gründen nicht in der Einkommenssteuererklärung angeben werden.

Allerdings spielt er eine Rolle, wenn sich Gründer für eine Absicherung als freiwillige Mitglieder der Sozialversicherung entscheiden. Hier spielt der Zuschuss durchaus eine Rolle – bei der Bemessung der Beitragslast. Ein Fakt, den Gründer im Auge behalten müssen.

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