Die wichtigsten Fakten


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Steuererklärung Kleingewerbe - was ist für auszufüllen?

Grundsätzlich kommen vier Steuerarten für ein kleines Gewerbe in Betracht:

Die beiden letzten Posten spielen für kleine Gewerbe in der Steuererklärung selten eine Rolle: Körperschaftssteuer müssen nur juristische Personen bezahlen. Solange das Unternehmen nicht so strukturiert ist, dass nicht der Eigentümer, sondern die Firma selbst haftbar ist, entfällt diese Abgabe.

Jährlich auszufüllen und mit den nötigen Belegen auszustatten, ist die Einkommensteuererklärung. Es handelt sich um das einzige Dokument, aus dem vermutlich eine Steuerschuld folgt.

Steuererklärung Kleingewerbe: Wichtige Fragen

Verpflichtend ist für die Einkommensteuererklärung für ein kleines Gewerbe die Anlage S, in der Einkünfte aus selbstständiger Arbeit aufgeschlüsselt werden.

Betreibt man das Gewerbe nur im Nebenberuf und hat zusätzlich noch einen regulären Job, über den man ein Gehalt bezieht, muss auch die Anlage N eingereicht werden. Diese gibt Auskunft über die Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit.

  • Wenn die Einnahmen 17.500 Euro übersteigen, muss zusätzlich die Anlage Euro ausgefüllt werden. Hierbei handelt es sich um den amtlichen Vordruck für die Einnahme-Überschuss-Rechnung.

Vereinfacht gesagt: Dies ist das entscheidende Dokument für die Bilanzierung. Sind die Einkünfte geringer, so kann die entsprechende Aufstellung aber auch formlos erfolgen. Es ist daran zu denken, alle wichtigen Belege einzureichen.

Grundsätzlich sind Werbungskosten und Sonderausgaben absetzbar. Dabei handelt es sich um alle Aufwendungen, die für den Betrieb der Firma unabdingbar sind. Die Ämter sind diesbezüglich großzügig.

Im Zweifel gilt deshalb: Man sollte einen Posten geltend machen. Das Finanzamt hat die Möglichkeit, diesen wieder aus der Auflistung herauszunehmen. Wichtig ist es, alle Ausgaben lückenlos über Belege zu dokumentieren.

Steuererklärung Kleingewerbe: So Steuern sparen

Die Umsatzsteuer kann über die Kleinunternehmerregelung umgangen werden. Wer im ersten Jahr nur einen Umsatz von maximal 17.500 Euro und im folgenden Jahr einen Umsatz von maximal 50.000 Euro erzielt, wird von dieser Abgabe befreit.

  • Bedingung ist: Man muss gegenüber dem Finanzamt ausdrücklich und schriftlich erklären, dass diese Regelung in Anspruch genommen wird. Zudem müssen die Rechnungen einen entsprechenden Hinweis tragen, der einen Vermerk auf § 19 UStG enthält.

Die Gewerbesteuer entfällt, wenn nicht mindestens ein Gewinn von 24.500 Euro erzielt wurde. Die entsprechende Erklärung muss dennoch eingereicht werden - wenn auch überwiegend leer. Sie muss lediglich die Rahmendaten (Adresse, etc.), die Einkünfte und die Belege beinhalten.

Einzelnachweise


  1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkünfte aus Gewerbebetrieb 
  2. Bundesministerium der Finanzen: Umsatzsteuer
  3. Bundesministerium für Finanzen: Gewerbesteuer
  4. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Körperschaftsteuergesetz

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