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Am Anfang jeden Jahres steht die Steuererklärung an. Für die meisten Steuerbürger für jedes Jahr aufs Neue eine unangenehme Angelegenheit.

Nicht nur, weil unzählige Belege gesammelt und sortiert sein wollen, Formulare unverständliche Einträge enthalten oder Erklärungen dazu unzureichend sind.

Auch die steuerlichen Fachbegriffe wie etwa die außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung tun ein Übriges, den Bürger zu verunsichern.

Um dennoch eine rechtssichere Einkommensteuererklärung abgeben zu können, empfiehlt es sich alle Mal, steuerliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Entweder, man nimmt dazu steuerliche Hilfe in Anspruch wie durch einen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Alternativ besteht für Arbeitnehmer die Möglichkeit, einen Lohnsteuerhilfeverein aufzusuchen. Oder aber, man macht die Steuererklärung selbst, dann ist es jedoch tatsächlich empfohlen, sich umfassend zu informieren.

Steuererklärung: außergewöhnliche Belastung

Einer der Fachbegriffe aus der Steuererklärung, die außergewöhnliche Belastung, ist eigentlich selbsterklärend.

Hier werden persönliche Belange des Steuerbürgers steuerlich anerkannt, die ihn außergewöhnlich belasten. Welche Belastungen das sind, regelt der Gesetzgeber ganz genau.

Körperliche Behinderung als außergewöhnliche Belastung

Eine solche außergewöhnliche Belastung ist zum Beispiel die körperliche Behinderung des Steuerbürgers. Durch die Anerkennung einer solchen Behinderung als steuermindernd soll ein gewisser Ausgleich für die erhöhten Kosten einer Behinderung geschaffen werden.

Die Ausbildung als steuerliche außergewöhnliche Belastung

Auch eine Ausbildung kann in diesem steuerlichen Sinne eine außergewöhnliche Belastung sein. Aus dem Grunde können unter bestimmten Voraussetzungen Ausbildungen von der Steuer abgesetzt werden.

Außergewöhnliche Belastung durch Pflege und Heimunterbringung

In eine ähnliche Richtung gehen die außergewöhnlichen Belastungen für Pflege und Heimunterbringung. Hier soll ausgeglichen werden, dass der Steuerbürger dadurch belastet ist, dass er etwa eine Pflege übernimmt oder die Heimunterbringung von Angehörigen bezahlen muss.

Die Unterstützung Bedürftiger

Gleiches gilt für die Unterstützung Bedürftiger. Bei dieser Art außergewöhnlichen Belastung gelten jedoch enge Grenzen. So muss etwa der Unterstützte ein Angehöriger sein. Des Weiteren muss dieser Angehörige, amtlich nachgewiesen, unterstützungsbedürftig sein.

Er muss also aus eigener Kraft nicht in der Lage sein, seinen Lebensunterhalt menschenwürdig zu gestalten. Nur dann zählen die Leistungen, die ein Angehöriger gewährt, zu dieser Art steuerlich begünstigter Belastungen.

Die zumutbare Belastungsgrenze

Bei den außergewöhnlichen Belastungen sieht das Einkommenssteuerrecht eine Belastungsgrenze vor, die für den Steuerzahler zumutbar ist. Im Klartext heißt das, dass dem Steuerbürger zugemutet werden kann, außergewöhnliche Belastungen bis zu einer bestimmten Grenze selbst vollständig zu tragen. Die Belastungsgrenze variiert und wird nach einem Prozentsatz berechnet, bei dem die Einkünfte zugrundegelegt werden, die Anzahl der Kinder und der Familienstand.

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