Hilfe bei der Steuererklärung

Wer darf wem helfen? Jedes Jahr aufs neue plagen sich Millionen Bundesbürger mit ihrer Steuererklärung.

Eine lästige Pflicht, die ob der umfangreichen Steuergesetze von Jahr zu Jahr schwerer wird. Was liegt da näher, als sich Hilfe bei der Steuererklärung zu suchen?

Im folgenden Beitrag erfahren Sie, wo man Hilfe findet und wer einem überhaupt bei der Steuererklärung helfen darf.

Wo findet man Hilfe bei der Steuererklärung?

Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Lohnsteuerhilfevereine sind in der Lage, Steuererklärungen für ihre Mandanten zu fertigen. Auch nur diese sind dazu berechtigt.

Wer bei der Steuererklärung helfen darf, ist gesetzlich genau festgelegt

Gesetzlich ist genau festgelegt, wie die Hilfe bei der Steuererklärung auszusehen hat und wer sie leisten darf. Der Staat möchte durch diese gesetzliche Festlegung sicherstellen, dass die Hilfe professionell und entsprechend den steuerlichen Regelungen durchgeführt wird. Natürlich kosten alle diese Helfer Geld.

Wenn ein Nichtberechtigter bei der Steuererklärung hilft, drohen Strafen

Wer diese Festlegungen nicht kennt und sich Hilfe bei der Steuererklärung beim Kumpel aus der Kneipe, beim Großvater oder Arbeitskollegen sucht, kann ganz schön Probleme bekommen. Nämlich dann, wenn das Finanzamt mitbekommt, dass ein Nichtberechtigter Hilfe zur Steuererklärung geleistet hat.

Das kostet sowohl für den Helfenden als auch für den, der sich unberechtigt helfen lässt, bis zu 5000 € Strafe.

Lohnsteuerhilfevereine: Hilfe nur bei unselbstständig Beschäftigten

Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer dürfen alle Arten von Mandanten beraten. Lohnsteuerhilfevereine hingegen lediglich unselbstständig beschäftigte Arbeitnehmer sowie Rentner. Und dies auch nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Ausnahmen bei unselbstständigen Arbeitnehmern

Beispielsweise dürfen die unselbstständigen Arbeitnehmer kein Haus besitzen, indem eine Vermietung stattfindet. Ohne Vermietung hingegen dürfen sie Hausbesitzer auch beraten.

Des Weiteren dürfen Lohnsteuerhilfevereine grundsätzlich keine Menschen beraten, die keine Einkünfte aus unselbstständiger Tätigkeit oder Rente haben.

Sie dürfen also nicht Selbstständigen, Freiberuflern oder Gewerbetreibenden helfend unter die Arme greifen.


Existenzgründer: Hilfe eines Steuerberaters nötig

Dadurch ergibt sich für Existenzgründer das Problem, dass sie eigentlich zu einem Steuerberater gehen müssten.

Steuerberater hingegen werden nach Aufwand bezahlt, meist nach Umsatz des beratenen Unternehmens. Existenzgründer haben im Allgemeinen so marginale Umsätze zu Anfang, dass sich ein Steuerberater diesen nicht selten gar nicht annimmt. Außer man einigt sich auf eine andere Abrechnungsbasis.

Tipp für Existenzgründer: Im Vorfeld ein finanzielles Polster zurücklegen

Existenzgründer sind also in Bezug auf die Steuererklärung vor ein Problem gestellt, das nur durch ein finanzielles Polster gelöst werden kann. Dieses sollte schon bei der Unternehmensgründung vorhanden sein und derart gestaltet sein, dass  die Hilfe bei der Steuererklärung durch einen Steuerberater in der Anfangsphase der Unternehmensgründung abgedeckt ist.

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