Die wichtigsten Fakten

  • Die gesetzliche Krankenkasse zahlt Krankengeld, wenn man mehr als 6 Wochen krankgeschrieben ist.
  • Es gilt als Lohnersatzleistung und ist steuerfrei, muss aber in der Steuererklärung angegeben werden.
  • Krankengeld ist geringer als das normale Gehalt.
  • Die Meldung beim Finanzamt übernehmen die Sozialversicherungsträger.

Krankengeld-Steuererklärung

Auswirkungen des Krankengelds in der Steuererklärung

Lohnersatzleistungen sind steuerfrei, aber können zu einer Mehrbelastung führen, denn sie unterliegen dem Progressionsvorbehalt. Dies bedeutet, dass der Steuersatz gilt, der fällig würde, wenn die regulären Einkünfte und die Lohnersatzleistungen insgesamt normales Einkommen wären.

In einigen Fällen kann es deshalb Sinn machen, einen Teil der gezahlten Leistungen wieder zurückzuüberweisen, um die Progression zu verhindern. Unter dem Strich kann dies ein Plus bedeuten.

Seit 2011 ist die Belegpflicht für den Steuerpflichtigen entfallen.

Der Gesetzgeber hat die Sozialversicherungsträger, welche die Leistungen auszahlen, dazu verpflichtet, die entsprechenden Belege zu übermitteln.

Die meisten Kassen übermitteln die entsprechenden Daten am 28. Februar an die Finanzämter.

Das Abrechnungsjahr für Lohnersatzleistungen endet nicht am 31. Dezember, sondern am 10. Januar.

  • Hat man eine solche Leistung am 9. Januar erhalten, so gehört diese noch in die Einkommensteuererklärung für das Vorjahr und nicht in die für das laufende Jahr, an dessen 9. Januar die Lohnersatzleistung eingegangen ist.
  • Wer Kranken- oder Verletztengeld bezieht und zeitgleich eine Rente erhält, kann ebenfalls Steuervorteile in Anspruch nehmen. In diesem Fall sollte man seiner Einkommensteuererklärung unbedingt den Rentenbescheid beilegen, um das Finanzamt auf diese Weise zu zwingen, den eigenen Fall neu zu beurteilen.
Steuererklaerung-Krankengeld

Häufig gestellte Fragen zum Krankengeld in der Steuerklärung

Wer die Anlage N abgeben muss, kann es hier in der Zeile 27 vermerken. Ist es nicht notwendig, die Anlage einzureichen, kann es stattdessen auch in der Zeile 91 des Mantelbogens der Einkommensteuererklärung vermerken.

Krankengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse und wird bezahlt, wenn ein Arbeitnehmer länger als 6 Wochen krankgeschrieben ist. Bis zu dieser Frist erhält er das normale Gehalt weiter durch den Arbeitgeber ausbezahlt.

Das Krankengeld beträgt 70 Prozent des Bruttogehalts, jedoch nicht mehr als 90 Prozent des Nettogehalts. Diese Grenzen sind gesetzlich vorgeschrieben.

Wegen derselben Erkrankung wird das Krankengeld innerhalb von drei Jahren maximal 78 Wochen (also 19,5 Monate) ausbezahlt. Dafür muss die Krankschreibung nicht am Stück erfolgen, die einzelnen Zeiträume werden zusammengerechnet. Wichtig ist allein, dass man wegen derselben Krankheit krankgeschrieben wird.

Einzelnachweise


  1. Techniker Krankenkasse: Krankengeld 
  2. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl

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