Photovoltaik Anlage

Eine Photovoltaik-Anlage ist für viele Privatpersonen nicht nur der Weg in die Unabhängigkeit von den Energiekonzernen, sondern zugleich auch lukrative Quelle für Zusatzeinkünfte.

Nur: Dies hat Konsequenzen für die Steuererklärung.

Im schlimmsten Fall muss man gleich zwei zusätzliche Steuern bezahlen.

Welche Steuern müssen für Photovoltaik berücksichtigt werden?

Für eine entsprechende Anlage auf dem Privatdach sind drei Steuerarten von Interesse:

Von den drei Arten in Kombination wird häufig vereinfachend auch als PV-Steuer im Zusammenhang mit entsprechenden Anlagen zur Energieerzeugung gesprochen.

Regeln wegen der Photovoltaik für die Einkommensteuer

Verkauft man Strom und erwirtschaftet damit einen Totalüberschuss, müssen die zusätzlichen Einkünfte versteuert werden. Dies gilt nur, wenn die Erlöse höher als die Ausgaben für die Anlage sind.

Man gilt nämlich in diesem Fall als Unternehmer und die Kosten gelten als Betriebsausgaben. Sollten diese höher als die Betriebseinnahmen sein, spricht man von Verlusten, die nicht steuerpflichtig sind.

Regeln wegen der Photovoltaik für die Umsatzsteuer

Die Situation bei der Umsatzsteuer ist ungleich problematischer. Die Finanzbehörden haben festgelegt, dass man immer die Umsatzsteuer bezahlen muss, wenn man mehr als 50 Prozent des selbst erzeugten Stroms verkauft.

Ob man mit der Anlage dabei Gewinne oder Verluste macht, spielt keine Rolle. Einzige Ausnahme: Haben die Umsätze im vorigen Jahr nicht die 17.500 Euro überstiegen und klettern in diesem Jahr nicht über 50.000 Euro, kann man sich als Kleinunternehmer befreien lassen.

Bei der Umsatzsteuer ist an die Umsatzsteuervoranmeldung zu denken. In den ersten beiden Jahren muss diese zumeist monatlich abgegeben werden. Im dritten Jahr gilt diese Regel nur noch, wenn die Steuer höher als 6136 Euro lag. Bewegte sich die Steuer unterhalb von 512 Euro, muss überhaupt keine Voranmeldung abgegeben werden.

Regeln wegen der Photovoltaik für die Gewerbesteuer

Zumeist muss man kein Gewerbe anmelden, wenn man privat eine entsprechende Anlage betreibt. Die meisten derartigen Erzeugungssysteme betrachten die Finanzämter als Bagatelle.

  • Klettert der Gewinn jedoch auf über 24.500 Euro jährlich, ist eine Gewerbeanmeldung erforderlich. Anschließend muss auch die Gewerbesteuer entrichtet werden.

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