Durch eine Photovoltaikanlage wird Sonnenlicht in Strom umgewandelt. Photovoltaikanlagen gehören zur Standardtechnologie und können in jeder möglichen Größe realisiert werden.

Funktionsweise der Photovoltaikanlage

Durch Photovoltaikanlagen werden Elektronen von ihren Atomen gelöst. Dies geschieht durch die Fähigkeit des Lichts. Sonnenstrahlen gelangen auf die Solarzellen aus Silizium. Neutral geladene Teilchen werden dabei angeregt und Elektronen werden freigesetzt. Da die Elektronen frei beweglich sind, können sie den elektrischen Strom transportieren. Dies geschieht über kleine Metallkontakte an der Solarzelle. Somit kann konstanter Gleichstrom erzeugt werden, der nur noch in Wechselstrom umgewandelt werden muss, ehe er technisch genutzt werden kann. Die zwei zentralen Komponenten einer Photovoltaikanlage sind also:

  • Solarmodule
  • Wechselrichter.
  • Private Photovoltaikanlagen können ihren Strom über den normalen Stromanschluss ins Netz einspeisen. Es wird dafür ein geeichter Stromzähler vom Betreiber des Stromnetzes benötigt, damit die Abrechnung durchgeführt werden kann. Für diesen Stromzähler fällt nur eine geringe Jahresmiete beim Stromnetzbetreiber an.

Zur Montage und Befestigung der Photovoltaikanlagen stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Aufdach-Systeme (einfache Umsetzung, wird sehr häufig verwendet)
  • Indach-Systeme (ästhetisch ansprechend, empfehlenswert für Schrägdächer)
  • Solardachziegel (teuer in der Anschaffung).

Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage

Über die Einspeisevergütung werden Photovoltaikanlagen staatlich gefördert. Über einen Zeitraum von 20 Jahren werden dem Betreiber einer Photovoltaikanlage die Abnahme des eingespeisten Stroms zu einem Festpreis garantiert. Allerdings sind die Photovoltaik Preise in den letzten Jahren stark gesunken, so dass die Vergütung für die Einspeisung des Stroms mittlerweile unter den üblichen Strompreisen liegt. Der Eigenverbrauch rentiert sich deshalb umso mehr.

Planung einer Photovoltaikanlage

Es gibt einige Voraussetzungen für die Installation von Photovoltaikanlagen, unter anderem:

  • ein geeignetes Dach
  • Ausrichtung des Dachs am besten zwischen Südwest und Südost
  • ein idealer Neigungswinkel des Dachs zwischen 35 und 45 Grad
  • Baugenehmigung für denkmalgeschützte Gebäude.

Durch eine kompetente Planung und Beratung kann genau vorhergesagt werden, ob durch die erzielten Zahlungsüberschüsse der Photovoltaikanlage die Anschaffungs- und Herstellungskosten überschritten werden können und wann dies der Fall ist.

  • Durchschnittlich dauert es 12 bis 15 Jahre bei einer eingerechneten Lebensdauer von 25 Jahren, bis sich eine Photovoltaikanlage rentiert.

Ebenso kann eine kompetente Beratung klären, ob weitere Fördermittel neben der Einspeisevergütung beantragt werden können und welche Auswirkungen die Photovoltaikanlage auf die individuelle Steuerlast hat.


Quellen

Mai, Dirk: Wirtschaftlichkeitsuntersuchung von Photovoltaikanlagen bei Eigenheimbauten unter besonderer Berücksichtigung des Standortes Berlin
Lenz, Bernhard / Schreiber, Jürgen / Stark, Thomas: Nachhaltige Gebäudetechnik: Grundlagen - Systeme - Konzepte
Konrad, Frank: Planung von Photovoltaik-Anlagen: Grundlagen und Projektierung
Wittlinger, Jürgen K.: Photovoltaikanlagen im Steuerrecht: Steuerliche Grundlagen zur Nutzung der Sonnenkraft
Sonnberger, Marco: Der Erwerb von Photovoltaikanlagen in Privathaushalten: Eine empirische Untersuchung der Handlungsmotive, Treiber und Hemmnisse
Kemper, Hans: Photovoltaik


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