Steuerbescheid prüfen

Jedes Jahr aufs Neue plagt den braven Steuerbürger die Last, eine Einkommensteuererklärung abgeben zu müssen.
Hat er das endlich bewältigt und die Formulare sind bei der Steuerverwaltung, beginnt das Harren und Hoffen.

Wird vom Finanzamt alles anerkannt, was abgegeben wurde? Was wurde gestrichen, wo gibt es Unklarheiten?

Nicht selten sorgt der Steuerbescheid für Staunen

Nach einigen Wochen kommt dann der Steuerbescheid. Und oft das große Staunen, was der Fiskus so alles nicht steuerlich anerkennt.

Nun ist angesagt, den Steuerbescheid zu prüfen. Je mehr Abweichungen von der eingereichten Steuererklärung vorhanden sind, desto gründlicher und umfangreicher sollte geprüft werden. Im Ergebnis dieser Prüfung muss möglicherweise der Einspruch eingelegt werden.

Für Laien ist der Steuerbescheid oft schwer zu verstehen

Wer seine Steuererklärung selbst erstellt hat, muss den Bescheid auch selbst prüfen. Dabei wird er jedoch meist Probleme bekommen, denn vielfach ergeht der Bescheid nicht so, dass er für steuerliche Laien verständlich ist.

Das Finanzamt ist zwar rechtlich gehalten, Bescheide so auszufertigen, dass sie auch verständlich sind. Auch muss es Änderungen gegenüber der Antragstellung deutlich erläutern.

Was macht jedoch der Steuerbürger, wenn er den Bescheid dennoch nicht versteht, wenn zu wenige Erläuterungen vorhanden sind? Da behilft dem Laien möglicherweise ein Anruf beim Finanzamt.

Von wem den Steuerbescheid prüfen lassen?

Der einfachere und sinnvollere Weg ist jedoch die Beauftragung eines Steuerberaters oder Lohnsteuerhilfevereins. Das kostet zwar Geld, spart aber Nerven und kann unter Umständen eine höhere Steuererstattung bringen. Garantieren kann das der Steuerberater aber auch nicht.

Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen

Egal, wer einen Einspruch einlegt, dieser muss immer schriftlich bis 4 Wochen nach Erhalt des Bescheides erfolgen. Dabei sollte der Steuerbürger beachten, dass bei einem Einspruch immer der gesamte Steuerbescheid zur Disposition gestellt wird.

Ergibt sich daraus eine Verschlechterung für den Steuerzahler, muss das Finanzamt vor Erlass eines neuen Steuerbescheides den Steuerpflichtigen informieren, dass eine 'Verböserung' droht. Der Einspruch kann folgenlos zurückgenommen werden.

Einen Antrag auf Änderung des Steuerbescheids stellen

Um zu vermeiden, dass ein Steuerbescheid im Ganzen zur Disposition steht, kann auch ein Antrag auf schlichte Änderung eingereicht werden. Das bedeutet, dass nur der beantragte Sachverhalt geändert werden kann.

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