Versicherungen in der Steuererklärung


Die wichtigsten Fakten


Versicherungen

Ausgaben für Versicherungen richtig in der Steuer absetzen

Ausgaben führen dazu, dass sich das zu versteuernde Einkommen in der Steuererklärung vermindert. Im deutschen Steuerrecht gibt es verschiedene Aspekte, die für den Abzug von Beiträgen aus Versicherungen relevant sind.

Die meisten aller Versicherungen werden in der Anlage Versorgungsaufwand eingetragen. Davon ausgenommen sind beruflich bedingte Versicherungen, sie werden in der Anlage N (Werbungskosten) notiert. Wer über Riester-Verträge verfügt, muss diese in der Anlage AV eintragen.

Wo trage ich die Versicherungen ein? Die Übersicht

Anlage VersorgungsaufwandAnlange N (Werbungskosten)Anlage AV
die meisten Versicherungenberuflich bedingte VersicherungenRiester-Verträge
Versorgungsaufwand Werbungskosten AV

Versicherungen in der Einkommenssteuererklärung

Viele Versicherungen können in der Steuererklärung abgesetzt werden. Am häufigsten kommen diese vor:

Arbeitnehmer und Beamte können maximal 1.900 Euro absetzen, Selbstständige 2.800 Euro. Für Ehepaare gelten die doppelten Beträge.

Allerdings werden diese Beträge schon mit der normalen Kranken- und gesetzlichen Pflegeversicherung erreicht. Doch das Finanzamt berücksichtigt diese Versicherungen in tatsächlicher Höhe selbst bei Überschreiten des Grenzbetrages.

Voll absetzbar als Werbungskosten sind:

Diese Versicherungen können nicht in der Steuererklärung geltend gemacht werden:

  • Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) wird nicht in der Steuererklärung angegeben, da die Beiträge direkt vom Bruttogehalt abgezogen werden.

Wichtige Fragen zu Versicherungen in der Steuererklärung

Steuerpflichtige heute die Chance, ihre Altersvorsorge in der Steuer unterzubringen. Letztere wird nach wie vor des Öfteren als Versicherungslösung umgesetzt – etwa wenn es um die Rürup- oder Riester-Rente geht. Hier besteht beispielsweise die Chance, Prämien aus den Versicherungen über die Sonderausgaben geltend zu machen.

Gerade für jene Personen, die von dem an die knappschaftliche Rentenversicherung gekoppelten Sonderausgabenabzug profitieren, ergibt sich so ein erheblicher Effekt.

Private Haushalte können Versicherungsprämien absetzen. Aber auch als Vermieter hat man diese Chance. Hier handelt es sich allerdings nicht um Sonderausgaben. In diesem Zusammenhang sind die Prämien eher als Betriebsausgabe anzusehen.

Zu beachten ist, inwiefern hier private Nutzung und Vermietung – etwa im Mehrfamilienhaus – zusammentreffen und dies zu Abschlägen führt.

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Einzelnachweise


  1. Bund der Versicherten: Lebensversicherung
  2. Bundesministerium für Finanzen: Alterseinkünftegesetz (gilt für nach dem 31.12.2004 abgeschlossene Policen)
  3. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz §20 (gilt für alle nach dem 31.03.2009 abgeschlossenen Policen)

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