Anwalt vor Buecherregal

Fast jeder Mensch hat eine Rechtsschutzversicherung. Anders als viele Menschen glauben, kann oft zumindest ein Teil der für sie anfallenden Aufwendungen doch über die Steuererklärung abgesetzt werden.

Dies gilt auch dann, wenn der Höchstbetrag durch die enten-, Kranken- und Pflege-Versicherung sowie Lebens- und Unfallversicherungen bereits in Anspruch genommen wird.

Welcher Teil der Rechtsschutzversicherung darf abgesetzt werden?

Jede derartige Versicherung, die aus beruflichen Gründen abgeschlossen wird, darf über die Einkommensteuererklärung abgesetzt werden. Es handelt sich in diesem Fall um Werbungskosten, die in der Anlage N einzutragen sind.

Bei privat abgeschlossenen Versicherungen, die einen Arbeitrechtsschutz enthalten, darf der Teil der Aufwendungen, der für den Arbeitsschutz gilt, auf die gleiche Weise steuerlich geltend gemacht werden.

Welchen Teil der Aufwendungen über die Steuererklärung absetzen?

Wer eine entsprechende Versicherung abschließt, die einen Arbeitrechtsschutz enthält, erhält oft auch noch ein Rundschreiben des Versicherers, das aussagt, man dürfen ein Drittel der Prämie als Werbungskosten absetzen. Dies war lange richtig, ist inzwischen aber überholt und damit falsch.

Das Bundesfinanzministerium hat eine neue Anweisung herausgegeben, die aussagt, dass die Kosten exakt aufgeschlüsselt werden müssen. Als Versicherter muss man von seinem Anbieter also den genauen Betrag einfordern.

Dies ist zwar aufwendig, bietet aber auch einen Vorteil: Tatsächlich darf man oft nämlich weit mehr als nur 30 Prozent der Prämie absetzen. Der genaue Anteil für den Arbeitsrechtsschutz bei privaten Versicherungen liegt durchschnittlich zwischen 40 und 60 Prozent.

Als Tipp: Wer privat eine Unfallversicherung abschließt, die auch dazu dient, dienstliche Reisen abzusichern, kann analog verfahren. Hier sind oft bis zu 50 Prozent der Kosten absetzbar.

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