Gesundheitskarte

Mit der Einführung einer elektronische Gesundheitskarte liefen manche Datenschützer Sturm.

Und so ganz geheuer ist sie vielen Patienten ebenfalls bis heute nicht. Sind diese Ängste und Zweifel berechtigt oder nicht?

Erfahren Sie im Folgenden wie sicher die Daten wirklich vor Missbrauch und ähnlichem sind.

Zwangsspeicherung durch die elektronische Gesundheitskarte

Es gibt Daten, die müssen auf die elektronische Gesundheitskarte gespeichert werden. Nicht weil die Krankenversicherung kein Einsehen hätte, sondern weil der Gesetzgeber es so vorschreibt.

Dies sind folgende Daten:
  • Krankenkasse und Kennzeichens für die Kassenärztliche Vereinigung
  • Vor- und Zuname des Versicherten
  • Geburtsdatum
  • Geschlecht
  • Anschrift
  • Krankenversichertennummer
  • Versichertenstatus, für Versichertengruppen nach § 267 Abs. 2 Satz 4 in einer verschlüsselten Form
  • Zuzahlungsstatus
  • Beginns des Versicherungsschutzes
  • Kartengültigkeit bis

Speicherung freiwilliger Daten auf der Gesundheitskarte

Neben den gesetzlich bindenden Daten können weitere Daten gespeichert werden. Die Möglichkeit muss bestehen, ob diese genutzt wird obliegt jedoch der Krankenkasse, Ärzten und dem Patienten selbst.

Dies sind folgende Daten:

  • Notfallversorgungsdaten
  • Elektronischer Arztbrief,
  • Persönliche Arzneimittelrisiken und -unverträglichkeiten
  • Elektronische Patientenakte,
  • Patientenfach (weitere Daten für oder vom versicherten zur Verfügung gestellt)
  • Daten über bereits in Anspruch genommene Behandlungen und daraus resultierende Kosten für den Versicherten

Platzmangel

Bei Verlust der Karte gläsern zu werden braucht jedoch niemand zu fürchten. Technisch können lediglich 32 kb auf einer Karte an Daten gespeichert werden.

Daher wird alles bis auf Notfalldaten und maximal 8 elektronische Rezepte zwangsläufig auf Servern gespeichert. Die Gefahr, dass ein Dieb oder ein Fündiger der Karte mächtig wird und so gleich sämtliche Gesundheitsdaten eines Lebens erhält ist also nicht gegeben, beziehungsweise nicht auf diesem Wege.

Es wäre nach wie vor nötig sich Zugang zu Servern zu verschaffen. Hierfür benötigt man, falls man es schafft nicht zwangsläufig die Karte.

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