Junge Frau im Auto
Mit dem Fahrkostenrechner die Fahrkostenpauschale im Griff

Alle Personen, die regelmäßig von ihrer Wohnung zur Arbeit und wieder zurück fahren, können eine Fahrtkostenpauschale in der jährlichen Steuererklärung geltend machen.

Diese Fahrtkostenpauschale wird allerdings nicht extra aufgeführt, sondern unter der Rubrik Werbungskosten gelistet.

Im Gegensatz dazu können die Besitzer eines eigenen PKW oder eines Dienstwagens die tatsächlichen Fahrtkosten geltend machen. Nach oben gibt es hier grundsätzlich keine Beschränkung.

Online Fahrtkostenrechner

Zur einfacheren Berechnung können Sie unseren Online Fahrtkostenrechner nutzen.

Fahrkostenrechner

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Tage

Wie hoch ist die Fahrtkostenpauschale?

Bei der Inanspruchnahme der Fahrtkostenpauschale spielt es keine Rolle, welches Fahrzeug letzten Endes zum Einsatz kommt. Lediglich die Zahl der Kilometer von der Wohnung bis zur Arbeit ist dafür maßgebend.

Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, kann bis zu 4.500 Euro pro Jahr als Werbungskosten absetzen.

Die Fahrtkostenpauschale beträgt 0,30 Euro pro Kilometer. Dabei wird jedoch die einfache Fahrt und niemals die Hin- und Rückfahrt zugrunde gelegt.

Eine Ausnahme stellen behinderte Personen mit einem Schweregrad von mindestens 50 Prozent dar. Sie können immer die tatsächlich gefahrene Kilometerzahl und nicht nur die einfache Entfernung bei der Angabe der Werbungskosten in der Steuererklärung berücksichtigen.

Berechnung der Werbungskosten

Die Höhe der Werbungskosten kann mit einem speziellen Rechner ermittelt werden, der auf zahlreichen Internetseiten, die sich mit dieser Thematik befassen, zu finden ist.

Für die Fahrtkostenpauschale muss die Kilometerzahl, das gewählte Transportmittel und die Zahl der Arbeitstage eingegeben werden. Anschließend müsste der Steuerzahler auf den Button 'Berechnung' oder 'Berechnen' drücken und könnte die Höhe der Fahrtkosten direkt ablesen.

Dieses Verfahren kann auch für andere Werbungskosten in ähnlicher Form angewendet werden.

Fahrgemeinschaften und öffentliche Verkehrsmittel

Jede Person, die in einer Fahrgemeinschaft mitfährt, kann die Fahrtkostenpauschale in Höhe von 4.500 Euro pro Jahr in Anspruch nehmen.

Im Gegensatz dazu kann der Fahrer die Fahrtkosten in unbegrenzer Höhe geltend machen. Die Fahrtkosten, welche bei der Abholung der einzelnen Mitglieder einer Fahrgemeinschaft entstehen, dürfen jedoch nicht hinzugerechnet werden.

Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, hat verschiedene Möglichkeiten. Er könnte die Fahrtkosten bis zur Höhe von 4.500 Euro absetzen, ohne dafür einen gesonderten Nachweis erbringen zu müssen.

Alle Kosten, die darüber hinaus entstehen, müssen in schriftlicher Form belegt werden. Eventuell bestünde die Möglichkeit, die Fahrtkostenpauschale zu nutzen und einzelne Tage gesondert abzurechnen. Für diese Berechnung wären die tatsächlichen Kosten maßgebend.

Dienstreisen, mehrere Wohnorte und mehrere Jobs

Sollen im Rahmen einer Dienstreise mehrere Orte angefahren werden, können für die Anfahrt zur ersten Arbeitsstelle 0,30 Euro abgesetzt werden. Für die Fahrt zwischen den Einsatzstellen wären 0,60 Euro maßgebend.

Alle Personen, die mehrere Wohnungen besitzen, können die Kosten für die Fahrt von der nächstgelegenen Wohnung zur Arbeit absetzen.

Bei einer Wohnung, die weiter entfernt liegt, wäre dies nur möglich, wenn die Wohnung den persönlichen Lebensmittelpunkt darstellt.

Arbeitnehmer, die mehrere Jobs besitzen, können maximal 50 Prozent der gesamten Fahrtstrecke bei der Berechnung der Fahrtkostenpauschale berücksichtigen.

Maut nicht Bestandteil der Pendlerpauschale

Fahrtkostenpauschale

Im Rahmen der Fahrtkostenpauschale können Fahrten mit dem Auto, Zug oder Bus oder auch anderen Verkehrsmitteln  geltend gemacht werden. Sogar Fahrten mit einer Fähre werden akzeptiert.

Anderes gilt jedoch für mautpflichtige Straßen bzw. Tunnel. Hier entschied das Finanzgericht Schleswig Holstein, dass Maut nicht im Rahmen der Fahrtkostenpauschale geltend gemacht werden können. Selbst, wenn eine Fahrt durch einen mautpflichtigen Tunnel den kürzesten Weg zur Arbeit darstellt. Ebenfalls nicht abgesetzt werden können Versicherungsbeiträge oder Parkgebühren.

Welche Verkehrsmittel werden bei der Pendlerpauschale akzeptiert?

Zu den Verkehrsmitteln, die in der Fahrtkostenpauschale eingeschlossen sind zählen: Auto, Fahrrad, Roller, Motorrad und auch Fähre oder Boot.

Auch der Weg zu Fuß und Fahrgemeinschaften werden akzeptiert. Allerdings gilt für Flugstrecken die Fahrtkostenpauschale nicht.

Was gilt bei einem Dienstwagen, der auch privat genutzt wird, in Bezug auf die Fahrkostenpauschale?

Immer häufiger stellen Arbeitgeber Angestellten einen Dienstwagen zur Verfügung, der auch privat genutzt werden kann. Leider kann sich daraus schnell eine Steuerfalle ergeben.

Wird ein Dienstwagen privat genutzt, dann gilt dies als geldwerter Vorteil, der zu versteuern ist. Hier gibt es zwei Methoden:

Die 1 Prozent Methode

Die erste Variante ist es, pauschal 1% des Listenpreises pro Monat zu versteuern. Wählt man diese Variante, dann werden zusätzlich Steuern für die Autofahrten zum Arbeitsplatz fällig. Pauschal sind hier 0,03% des Listenpreises und der Kilometer, die zum Arbeitsplatz zurückgelegt werden, anzusetzen.

Fahrtenbuch

Wer die Mühe nicht scheut, kann alternativ zur 1% Regelung auch ein Fahrtenbuch führen. Gerade, wenn das Auto privat nur gering genutzt wird, kann sich dies lohnen.

Um es auf zu verdeutlichen: Arbeitnehmer, die einen Geschäftswagen für den Weg zur Arbeit nutzen, dürfen nur dann die Fahrkostenpauschale als Werbungskosten geltend machen, wenn der geldwerte Vorteil richtig versteuert wurde.

Welche Methode, also Fahrtenbuch oder 1% Regelung,  genutzt wird, muss mit dem Arbeitgeber bereits im Vorfeld abgestimmt werden.

Im Übrigen gilt auch: Auch wenn der privat genutzte Geschäftswagen für Geschäftsreisen genutzt wird, darf keine Fahrtkostenpauschale geltend gemacht werden, denn es handelt sich ja um eine rein geschäftliche Nutzung.

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