Gewerbesteuer Freiberufler

In Deutschland gibt es momentan circa eine Millionen Freiberufler. Vor dem Gesetz sind sie jedoch nicht immer Gewerbetreibende. Bei ihnen gibt es daher Besonderheiten, was die Versteuerung angeht, insbesondere bei der Gewerbesteuer.

Ein Freiberufler ist ein Dienstleister, der seinen Beruf aber selbstständig ausübt und niemandem untersteht. Da diese Personengruppe einen gesonderten Status bezüglich der Steuer hat, muss hier differenziert werden.

Wer ist Freiberufler?

Hier einige Beispiele:

  • Ärzte
  • Rechtsanwälte
  • Architekten
  • Apotheker
  • Steuerberater
  • Naturwissenschaftler
  • Heilberufe
  • Kreative Berufe (Fotograf, Designer etc.)

Ein Freiberufler muss keine Gewerbesteuer zahlen und dementsprechend auch kein Gewerbe anmelden. Außerdem ist er kein offizielles Mitglied einer Handelskammer. Wenn er will, kann er sich mit anderen freien Berufen zusammen schließen und eine Sozietät bzw. Gemeinschaft bilden (zum Beispiel eine Gemeinschaftspraxis bei Ärzten oder eine Sozietät Rechtsanwälten etc.)

Wie steht es um die Gewerbesteuer von Freiberuflern?

Wie bereits erwähnt, zahlt er nur dann Gewerbesteuer, wenn er sich als Gewerbetreibender anmeldet. Wenn ein er allerdings Waren verkauft, muss er sich als Gewerbetreibender anmelden und auch Gewerbesteuern zahlen.

Geht es um erbrachte (Dienst-) Leistungen eines Freiberuflers, so müssen auf diese Umsatzsteuer angesetzt werden.

Falls man ein Kleinunternehmer ist, fällt diese jedoch nicht an. 17.500,00 € pro Jahr an Umsatz zählt zu einem Kleinunternehmer. Das bedeutet, dass ein Freiberufler auf seinen ausgestellten Rechnungen immer eine Umsatzsteuer ausstellen muss.

Liegt also ein Gewinn bei einem solchen vor, der im Jahr höher ist als 17.500,00 €, so muss er sein Einkommen ganz normal versteuern.

Sie müssen ihren voraussichtlichen Gewinn ebenfalls jedes Jahr beim Finanzamt angeben und am Ende des Jahres überprüfen lassen, ob ein Überschuss besteht. Ebenso müssen sie beachten, dass sie ihre Sozialversicherungsbeiträge selbst an die entsprechenden Stellen entrichten müssen.

Der entscheidende Unterschied, der beachtet werden muss, ist, dass Freiberufler zwar Umsatzsteuern zahlen und ausweisen müssen auf ihren Rechnungen, aber dennoch keine Gewerbesteuer zahlen müssen, weil sie kein gewerbliches Unternehmen betreiben.

Dies ist ein Unterschied zu einem Kleingewerbetreibenden: Dieser hat ein Gewerbe angemeldet und zahlt Gewerbesteuer.

Kleingewerbetreibende erkennt man im Unterschied zum Beispiel auch daran, dass sie bestimmten Verbänden unterstehen und sich nach solchen richten müssen, wie zum Beispiel ein Handwerker der Industrie- und Handelskammer untersteht.

Ein Freiberufler darf seine Entscheidungen alleine treffen und hat steuerliche Vorteile, macht aber im allgemeinen einen geringeren Umsatz als ein Gewerbetreibender.

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