Steuern Grundstücksverkauf

Einige Menschen haben das Glück ein Haus vererbt oder geschenkt zu bekommen, obwohl sie schon eines haben.

Oftmals wird in solchen Fällen eines von beiden veräußert, da man schlecht in zwei Häusern zurzeit leben kann und es zu aufwendig erscheint, sich um die Vermietung zu kümmern.

Wenn man ein Grundstück verkauft, müssen Steuern bezahlt werden. Die Steuer für den Grundstücksverkauf hängt dabei von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Höhe der Steuer auf einen privaten Grundstücksverkauf

Grundsätzlich ist jede Art von Einkommen steuerpflichtig. Dies gilt auch für Gewinne aus einem Grundstücksverkauf.

Nach den aktuellen Regelungen, die am 31.März 2012 in Kraft getreten sind, fallen auf Gewinne aus einem Grundstückverkauf Steuern in Höhe von 24 Prozent an.

Das entspricht dem Steuersatz der Abgeltungssteuer (auch Kapitalertragsteuer genannt).

Welcher Grundstücksverkauf ist steuerfrei?

Es gibt verschiedene Arten von Grundstücksverkäufen, durch die keine Steuern anfallen.

  1. Wenn das zu verkaufende Haus oder die zu verkaufende Wohnung der Hauptwohnsitz des Verkäufers ist und dieser durch den Verkauf aufgegeben wird, ist der Verkauf steuerfrei. Es gibt sehr genaue Regelungen, ab wann etwas als Hauptwohnsitz zählt. Ein wichtiges Indiz dafür ist, dass die entsprechende Behausung als Hauptwohnsitz gemeldet ist. Eine weitere Voraussetzung ist, dass man das Haus entweder seit dem Kauf durchgehend und mindestens zwei Jahre oder aber in den letzten 10 Jahren mindestens 5 Jahre als Hauptwohnsitz genutzt hat.
  2. Auch der Hersteller eines Gebäudes kann dieses steuerfrei verkaufen. Dafür muss er mindestens das Risiko des Hausbaus getragen haben. Es ist seit 2013 allerdings nicht mehr ausreichend, wenn man ein Haus geschenkt bekommt, das von den Schenkern selbst erbaut wurde. Der Beschenkte kann es also zu mindestens nicht auf dieser Grundlage steuerfrei verkaufen.
  3. Desweiteren fällt auf eine Enteignung keine Steuer an.
  4. Ebenso sieht es mit Tauschvorgängen, zum Beispiel innerhalb eines Baulandumlegeverfahrens.

Wie wird der Veräußerungsgewinn ermittelt?

Wenn das zu verkaufende Grundstück unter keiner der steuerfreien Kategorien fällt, muss der Gewinn versteuert werden.

Die Steuer ist die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Veräußerungserlös. Letzterer ist immer die tatsächliche Höhe.

Der Kaufpreis dagegen wird bei 'Neugrundstücken' und 'Altgrundstücken' unterschiedlich festgelegt. So wird bei ersterem beispielsweise die Inflationsrate mit einberechnet.

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