Sportunfall

Obwohl das Krankengeld grundsätzlich steuerfrei ist, kann es die Steuerlast für andere Einkommensarten erhöhen.

Dieses Phänomen, welches auch als Progressionsvorbehalt bezeichnet wird, ist ein fester Bestandteil des deutschen Steuerrechts und kommt auch bei anderen Sozial- oder Lohnersatzleistungen zum Einsatz.

Wann wird Krankengeld gezahlt?

Die Auszahlung des Krankengeldes beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall endet.

Die wichtigste Voraussetzung für die Zahlung des Krankengeldes ist natürlich, dass die Krankheit weiter andauert und der Arbeitnehmer nicht zwischenzeitlich wieder gesund geworden ist.

Die maximale Höhe des Krankengeldes liegt bei 70% des letzten Brutto- und 90% des letzten Nettoeinkommens.

Auch wenn der Arbeitnehmer keine Steuern zahlen muss, fallen regelmäßige Beiträge zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an. Lediglich die Beiträge zur Krankenversicherung werden für die Dauer des Krankengeldbezugs nicht erhoben.

Dies hat den einfachen Grund, dass der Arbeitnehmer Leistungen bezieht und in diesem Falle von der Zahlung der Beiträge zur Krankenversicherung befreit ist.

Wann können Steuern fällig werden?

Ob und wann Steuern fällig werden, kann nicht pauschal beurteilt werden. Dies hängt nicht nur von der Steuerklasse des kranken Arbeitnehmers, sondern auch von der Steuerklasse seines Ehe- oder Lebenspartners sowie der Frage ab, ob der Arbeitnehmer zusätzlich zum Krankengeld weitere Einkünfte bezieht.

Steuerpflichtige Einkünfte müssen sich keinesfalls auf Lohn oder Gehalt beschränken, sondern können auch Miet- und Pacheinnahmen oder Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrenten einbeziehen.

Steuerklassen wählen

Jedes Ehepaar, welches zusammen veranlagt wurde, hat in regelmäßigen Abständen die Möglichkeit, die gewählte Steuerklassenkombination zu überprüfen und bei Bedarf zu ändern. Ein entsprechender Antrag muss bei zuständigen Finanzamt getellt werden.

Sind die Einkünfte beider Ehepartner in etwa gleich hoch, wäre es fast immer sinnvoll, die Steuerklassenkombination 4 und 4 zu wählen.

Ganz anders verhält es sich, wenn die Einkünfte sehr verschieden sind. Die Gründe dafür sind erst einmal zweitrangig.

Alleinstehende Arbeitnehmer, unabhängig davon, ob sie ledig, geschieden, getrennt lebend oder verwitwet sind, haben bei der Steuerklasse grundsätzlich keine Wahl.

Sind Kinder vorhanden, käme eventuell die Steuerklasse 2 in Betracht. Verwitwete Personen erhalten im Jahr des Todes ihres Ehepartners und im darauffolgenden Jahr die Steuerklasse 3 zugesprochen.

Für alle anderen Personen, die nicht verheiratet sind, gilt die Steuerklasse 1.

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