Steuer Krankheitskosten

Jeder wird irgendwann mal krank. Dabei ist es alles andere als selbstverständlich, dass die Krankenkasse sämtliche Kosten übernimmt.

Im Gegenteil: Häufig sind die Patienten überrascht über die Höhe der Kosten, auf denen sie sitzen bleiben.

Doch das muss nicht so bleiben. Zu mindestens einen weiteren Teil kann man mit etwas Geschick von der Steuer absetzen.

Welche Krankheitskosten können abgesetzt werden?

Damit Krankheitskosten von der Steuer abgesetzt werden können, müssen natürlich zunächst einmal welche vorliegen.

Möglich sind zum Beispiel:
  • Zahnersatz
  • Physiotherapie
  • Impfungen
  • Medikamente
  • Besuche beim Heilpraktiker
  • Hilfsmittel
  • und vieles mehr

Wenn man hohe Kosten für irgendwelche Krankheitskosten hat, sollte man es auf jeden Fall versuchen, diese in die Steuer mit einrechnen zulassen.

Es gibt viele Streitfälle, die nicht abschließend geklärt sind. Manchmal kann man einfach Glück haben und der eigene Fall kommt durch, obwohl es noch kein anderer dieser Art vorher geschafft hat.

Voraussetzungen an die Krankheitskosten

Die Art der Kosten ist an sich ist gar nicht das Entscheidende, so lange sie in irgendeiner Weise mit einer Krankheit und der vom Arzt empfohlenen Behandlung zusammenhängen.

Viel wichtiger ist, dass bestimmte Bedingungen erfüllt werden.

  • Es muss zur Linderung oder Behandlung einer Krankheit/ Schmerzen oder Ähnliches sein. Vorsorgehandlungen, wie zum Beispiel eine Prophylaxe, zählen nicht.
  • Es muss ein ärztliches Attest, bzw. in immer mehr Fällen sogar ein amtsärztliches Attest, vor der Behandlung ausgestellt worden sein.
  • Es darf nicht von der Krankenkasse bezahlt werden. Das heißt zum einen, dass nichts doppelt, also bei der Krankenkasse und beim Finanzamt, eingereicht werden kann. Zum anderen wird nichts vom Finanzamt für die Steuer angenommen, was die Krankenkasse bezahlt hätte, wenn es ihr eingereicht worden wäre.
  • Für sämtliche Kosten muss eine Rechnung oder eine Quittung vorliegen.

Zumutbare Belastung

Krankheitskosten können als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abgesetzt werden. Da ist es nur logisch, wenn es auch eine zumutbare Belastung gibt.

Diese ist sehr individuell und hängt vom Familienstand, der Zahl der Kinder und dem Einkommen ab.

Damit überhaupt etwas erstattet wird, muss der Betrag aller zählenden Krankheitskosten über dieser zumutbaren Belastung liegen. Deswegen lohnt sich der Aufwand für sehr geringe Beträge in der Regel nicht.

Das könnte Sie auch interessieren