Schenkung Freibetrag
Bei der Schenkung kommt es auf den Freibetrag an

Jeder freut sich, wenn er etwas geschenkt bekommt. Und auch für den Schenker ist eine Schenkung stets mit einem guten Gefühl verbunden.

Sowohl beim Schenker als auch dem Beschenkten trübt sich dieses positive Erlebnis jedoch recht schnell, wenn der Fiskus kommt und seinen Teil von der Schenkung abhaben möchte. Denn Schenkungen sind grundsätzlich steuerpflichtig.

Wie hoch ist der Schenkung Freibetrag?

Allerdings gibt es bei jeder Schenkung einen Schenkung Freibetrag. Also eine genau festgelegte Summe, die geschenkt werden kann, ohne dass daran der Staat seinen Anteil haben möchte.

Die Höhe dieses Freibetrages hängt vom Verwandtschaftsgrad zwischen Schenker und Beschenktem ab.

Hier sollte man sich genauen rechtlichen Rat einholen. Denn viele Personen, die größere Summen zu vererben hätten, wenn sie ableben, können die dann anfallende Erbschaftssteuer durch geschickte Schenkungen vermeiden.

Wie lange hat ein Freibetrag Schenkung Gültigkeit?

Ein Schenkung Freibetrag gilt immer für die Dauer von 10 Jahren. Das bedeutet, dass nach Ablauf von 10 Jahren eine erneute Schenkung möglich ist und der Freibetrag erneut ausgenutzt werden kann.

Wer sein Erbe also scheibchenweise alle 10 Jahre verschenkt, kann dem Staat damit ein Schnippchen schlagen. Inwieweit dies moralisch in Ordnung ist, sei dahingestellt.

Anpassung des Schenkung Freibetrags

Die Höhe des steuerlichen Schenkung Freibetrags wird regelmäßig angepasst. Die letzte Anpassung erfolgte 2010.

Nach dieser erhalten Ehegatten und eingetragene Lebenspartner einen Freibetrag in Höhe von 500.000 €, auf höhere Summen fallen 7-30 % Steuern an. Die eigenen Kinder eines Schenkers, dessen Stiefkinder sowie die Kinder seiner verstorbenen Kinder können den Freibetrag in Höhe von 400.000 € genießen. Enkel hingegen erhalten 200.000 €.

Je entfernter der Verwandtschaftsgrad, desto geringer der Freibetrag

Die weitere Untergliederung der Schenkungsfreibeträge erfolgt nach dem gleichen Muster. Je weiter entfernt die Verwandtschaft ist, desto geringer ist der Freibetrag.

So erhalten etwa Eltern oder Großeltern des Schenkers einen Freibetrag von 20.000 €, der ebenso für geschiedene Ehegatten, die eigenen Geschwister, Stiefeltern, Schwiegerkinder oder -eltern gilt.

Sogar die weiträumiger verwandten Nichten und Neffen erhalten den Freibetrag von 20.000 €. Für den darüber hinausgehenden Betrag fällt eine Steuer von 15-43 % an.

Schenkungsfreibetrag für ferne Verwandte und nicht verwandte Personen

Alle übrigen Beschenkten, wie etwa weiter Verwandte oder nicht verwandte Personen, erhalten ebenfalls einen Schenkung Freibetrag von 20.000 €. Sie müssen jedoch bei darüber hinausgehenden Summen mit einer Steuerbelastung von 30-50 % rechnen.

Eine Schenkung muss im Rahmen der Einkommensteuererklärung das Beschenkten dem Staat kundgetan werden.

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