Jugendliche haben Erfolg

Der Solidaritätszuschlag, der kurz Soli genannt wird, gibt seit seiner Entstehung Anlass zu Diskussionen und vielfältiger Kritik. Das vor allem deshalb, weil ihn viele als ungerecht empfinden und weil die meisten Menschen falsch darüber informiert sind.

Viele Steuerbürger sind in Bezug auf den Solidaritätszuschlag fehlinformiert. Es ist ein Irrglaube, wenn die Menschen im ehemaligen Westen Deutschlands denken, dass nur die sie den Soli bezahlen müssen.

Ein weiterer Irrglaube ist, dass die Gelder aus dem Solidaritätszuschlag nur dem ehemaligen Osten Deutschlands zugutekommen.

Richtig ist: Alle Steuerbürger müssen auf ihre sämtlichen Einkommen den Solidaritätszuschlag zahlen. Alle Kommunen in Deutschland können aus dem Solidaritätszuschlag Gelder erhalten.

Gelder aus dem Solidaritätszuschlag sind nicht zweckgebunden

Ein weiterer Irrglaube ist, dass die Gelder aus dem Solidaritätszuschlag zweckgebunden sind. Richtig ist, dass der Solidaritätszuschlag als ganz normale Steuer im Bundeshaushalt verbucht und verwendet wird.

Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5% der Einkommenssteuer

Richtig ist die Erkenntnis, dass der Solidaritätszuschlag 5,5 % der Einkommenssteuer beträgt.

Was viele Menschen nicht wissen ist, dass der Soli erst ab 81 € Lohnsteuerhöhe abgezogen wird. 5,5 % ist der maximale Solidaritätszuschlag. Bei seiner Berechnung werden Kinderabschläge vorgenommen.

Die Kosten für die deutsche Wiedervereinigung schultern?

Der allergrößte Irrtum, der seit Entstehung des Solidaritätszuschlags in der Bevölkerung verbreitet ist ist der, dass der Solidaritätszuschlag eingeführt wurde, um die Kosten der deutschen Einheit zu bezahlen.

Diese Desinformation wird von interessierten politischen Richtungen befördert. Der Solidaritätszuschlag wurde eingeführt zur Finanzierung bzw. solidarischen Unterstützung der USA mit Geld, als diese den ersten Irakkrieg begannen. Er lief dann ein Jahr und wurde beendet.

Ein weiteres Jahr später fiel den Politikern ein, dass man ihn wieder einführen könnte, um damit die Kosten der deutschen Einheit, deren Höhe zuvor völlig falsch eingeschätzt worden war, zu finanzieren. Die Erfindung des Soli beruht also nicht auf der deutschen Einheit, wohl aber dessen Nutzung.

Bisher steht fest, dass der Soli bis 2019 bestehen bleibt

Im Rahmen von Vereinbarungen zwischen Bundesländern und Bund wird der Solidaritätszuschlag in bisheriger Höhe nur bis zum Jahr 2019 erhoben werden.

Was danach wird, muss die kommende Bundesregierung entscheiden. Es könnte so kommen, dass der Solidaritätszuschlag unter diesem Namen abgeschafft wird, dass die Politiker sich aber eine andere Finanzierungsquelle ausdenken.

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