Die wichtigsten Fakten

  • Der Steuerrechner erleichtert durch verschiedene Auswahlmöglichkeiten die Berechnung der Steuern.
  • Nicht alle Formen der Einkommensteuer sind wichtig für den Steuerrechner.
  • Mit dem Steuerrechner kann man das Nettogehalt errechnen.
  • Außerdem kann man berechnen, ob sich ein Steuerklassenwechsel lohnen würde, z. B. nach der Heirat.
  • Zudem veranschaulicht der Steuerrechner, welche Abgabe besonders zu Buche schlägt.

Das deutsche Einkommensteuergesetz steht im Ruf, extrem intransparent zu sein. Dadurch wird es den Steuerpflichtigen sehr schwer gemacht, Steuervorteile und Freibeträge maximal ausschöpfen zu können. Viele Bürger sind auch in einer unvorteilhaften Steuerklasse und zahlen erheblich zu viel an Einkommensteuer und anderen Steuern. Hier schafft der Steuerrechner Klarheit.

Steuern Steuerrechner

Der Brutto Netto Steuerrechner

Mit dem Brutto Netto Steuerrechner wird ein effektiver Steuerrechner an die Hand gegeben, um das Nettogehalt schnell und unkompliziert zu berechnen.

Der Steuerrechner führt zugleich zu weiteren Möglichkeiten bei der Berechnung. So lassen sich mit dem Brutto Netto Steuerrechner verschiedene Szenarien berechnen: beispielsweise, ob sich eine andere infrage kommende Steuerklasse lohnen würde oder nicht.

Ebenso veranschaulichen die Ergebnisse vom Steuerrechner den Einfluss der verschiedenen Berechnungsgrundlagen.

Die Vorteile des Steuerrechners in der Übersicht

  • Der Steuerrechner ist kostenlos.
  • Mit dem Steuerrechner kann man leicht das Nettogehalt ausrechnen.
  • Der Steuerrechner hilft dabei, herauszufinden, ob man die Steuerklasse wechseln sollte.
  • Mit dem Steuerrechner kann man unter Umständen Steuern sparen.

Welche Angaben benötigt man für den Steuerrechner?

Der Bruttolohn eines Arbeitnehmers stellt die gesamte vereinbarte Entlohnung durch den Arbeitgeber vor dem Abzug der Steuern dar.

Dieses Bruttogehalt beinhaltet laut dem Einkommensteuergesetz:

Nicht dazugezählt werden die Arbeitgeberanteile der Sozialversicherung. Der Bruttolohn ist die Grundlage zur Berechnung für den Steuerrechner.

Beim Alter wird im Steuerrechner das aktuelle Lebensalter angegeben.

Falls Kinder zu berücksichtigen sind, wird für jedes Kind ein Kinderfreibetrag in die Lohnsteuerkarte eingetragen und zum Berechnen in den Steuerrechner übertragen. Je nach Veranlagungsvoraussetzung kann das ein kompletter oder halber Steuerfreibetrag sein.

Wie viele Euro bei der fälligen Lohnsteuer zu zahlen sind, richtet sich nach der Lohnstufe sowie der eingetragenen Steuerklasse. Je nach den familiären Umständen wie

  • ledig
  • verheiratet
  • geschieden
  • Kinder
  • usw.

können diese Lohnsteuergruppen gewechselt werden und führen bei der Berechnung zu unterschiedlichen Ergebnissen.

  • Auch der Solidaritätszuschlag und eine eventuelle Kirchensteuer werden nach diesen Klassen berechnet und sind daher wichtige Angaben im Steuerrechner.

 

Der Steuerfreibetrag ist ein Grundfreibetrag, auf den keine Steuern entfallen. Das ist der Anteil an Einkommen, der also nicht versteuert werden muss und der vorab abgezogen wird.

Niemand ist kirchensteuerpflichtig und wer in keiner gesetzlich anerkannten Glaubensgemeinschaft ist, muss die entsprechenden Steuern auch nicht bezahlen. Die Berechnung der Steuer erfolgt anhand von Einkommen- bzw. Lohnsteuer, stellt also eine wichtige Angabe im Steuerrechner dar.

Die Angabe des richtigen Bundeslandes ist auch im Steuerrechner zum Berechnen wichtig, denn der Kirchensteuersatz ist nicht in jedem Bundesland einheitlich.

In Deutschland wird unterschieden zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Der monatliche Beitragssatz der privaten Krankenversicherung kann erheblich von den Regelsätzen der gesetzlichen Krankenversicherung abweichen und hat maßgeblichen Einfluss auf die Berechnung.

Der PKV-Beitragssatz bezeichnet den monatlich für die private Krankenversicherung zu zahlenden Krankenversicherungsbeitrag. Im Gegensatz zum gesetzlichen Beitragssatz handelt es sich um eine Angabe in Euro und nicht in Prozent.

Beim Beitragssatz des gesetzlichen Krankenversicherungsschutzes wird zwischen dem Regelbeitrag (14,6 % plus Zusatzbeitrag der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse, 2017 durchschnittlich 1,1% ) sowie dem ermäßigten Beitragssatz (14,0 %) unterschieden. Dieser gilt beispielsweise für freiwillig Krankenversicherte, die dann aber auch keinen Anspruch auf Krankengeld besitzen.

Für die gesetzliche Rentenversicherung kommen unterschiedliche Beitragsbemessungsgrenzen zum Tragen. Diese sind in den alten und neuen Bundesländern unterschiedlich: 2017 liegen die Bemessungsgrenzen für die gesetzliche Rentenversicherung im Westen z.B. bei jährlich 76.200 Euro, im Osten hingegen bei 68.400 Euro.

Die Einkommensteuer wird in jedem Abrechnungsjahr neu berechnet. Im Gegensatz zu nicht natürlichen Personen (Unternehmen, Gesellschaften, Genossenschaften etc.) weicht das Abrechnungsjahr nicht vom Kalenderjahr ab. Daher erfolgt das Berechnen im Steuerrechner immer nach Kalenderjahren.

Erläuterungen zu weiteren deutschen Steuern

Auf sämtliche Einkommen natürlicher Personen sind in Deutschland Steuern zu entrichten. Das betrifft im Inland wohnhafte Personen ebenso wie diejenigen, die im Ausland wohnen und in Deutschland Einkommen generieren.

Diese Steuern sind verschiedene Quellsteuern der Einkommensteuer:

Das Einkommensteuerrecht unterscheidet bei der Steuererhebung zwischen:

  • Einkommen
  • Einkünften
  • Einnahmen
  • und zu versteuerndem Einkommen.

Das zu versteuernde Einkommen ist dabei die Berechnungsgrundlage für den tariflichen Einkommensteuerbetrag.

Als Quellsteuern werden diese Steuern benannt, da sie direkt von der kapitalgebenden Quelle abgeführt werden.

Die Steuererhebungen sind als Abschlagszahlungen zu verstehen: in der später erfolgenden Steuererklärung können die bereits erfolgten Steuervorauszahlungen dann angepasst werden.

Die Kapitalertragsteuer ist eine Erhebungsvariante der Einkommensteuer. Erhoben wird die Steuer aus unterschiedlichen Kapitalerträgen, wozu unter anderem

  • Zinsen und Dividenden
  • Zertifikatenhandel
  • Aktiengeschäfte
  • sowie Erträge aus entsprechend definierten Versicherungsverträgen

zählen.

Die Kapitalertragsteuer ist eine lineare Steuer, das heißt, der Steuersatz verändert sich nicht in Relation zur Höhe der Erträge. Diese Quellsteuer wird direkt von den Gesellschaften, Banken und Versicherern abgeführt, bei denen Kapitalerträge erwirtschaftet werden.

Eine weitere Einkommensteuer ist die Aufsichtsratsteuer. Steuerpflichtige Mitglieder von Aufsichts- und Verwaltungsräten in Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Aktien- und Kommanditgesellschaften, Kapitalgesellschaften, Personenvereinigungen öffentlichen und privaten Rechts sowie weiterer Gesellschaftsformen müssen diese Einkommensteuer entrichten.

  • Zur Einkommensteuer wird sie gezählt, weil es sich um eine Steuervorauszahlung sonstiger selbstständiger Arbeit handelt. Die Steuer wird ebenfalls direkt einbehalten.

 

Die Bauabzugsteuer soll den insbesondere im Baugewerbe vorherrschenden Schwarzmarkt eindämmen. Ein Bauträger oder Bauherr, der ausländische Unternehmen oder Subunternehmen beschäftigt, muss diese Steuer direkt abführen.

Zudem kann es sein, dass solche Dienstleister Arbeitnehmer beschäftigen, die einkommen- oder lohnsteuerpflichtig sind. Die Bauabzugsteuer soll sicherstellen, dass diese Steuern erbracht werden.

Die Lohnsteuer ist die umfangreichste Steuer der Einkommensteuer. 2014 betrug das Lohnsteueraufkommen rund 168 Milliarden Euro, ähnliche Zahlen sind nach der anstehenden Auswertung am Anfang des Jahres 2017 ebenfalls zu erwarten.

Sämtliche nicht selbstständige Arbeiten werden über die Lohnsteuer steuerlich erfasst. Dies betrifft also Arbeiter und Angestellte gleichermaßen.

  • Der Steuersatz kann durch die Wahl der Lohnsteuerklassen beeinflusst werden. Außerdem wird streng genommen keine Lohnsteuererklärung mehr abgegeben, wenn der Steuerpflichtige weitere Kapitalerträge bezieht: dann wird eine Einkommensteuererklärung durchgeführt und die Lohnsteuer ist ein Bestandteil dieser Steuern.

 

Die Kirchensteuer ist keine Steuer, die zu den Einkommenssteuern zählt. Allerdings stellen Einkommen- und Lohnsteuer die Berechnungslage dafür dar.

Aus diesem Grund wird auch von einer Kircheneinkommen- bzw. Kirchenlohnsteuer gesprochen. Die gesamte Kirchensteuer setzt sich aus einer dieser beiden Steuern sowie der Kirchengrundsteuer zusammen.

Zudem gilt es zu beachten, dass diese Steuer je nach Bundesland unterschiedlich bemessen wird und auch niemand grundsätzlich kirchensteuerpflichtig ist.

Häufig gestellte Fragen

Das Finanzamt nimmt mit der Prüfung der Einkommenssteuererklärung eine Günstigerprüfung vor. Hier kann sich der Kinderfreibetrag bemerkbar machen.

Der Kinderfreibetrag hat demnach keine Auswirkung auf das Nettogehalt. Im Gegenteil: Wurde zuvor Kindergeld beantragt und stellt sich bei der Günstigerprüfung heraus, dass sich der Kinderfreibetrag für den Steuerzahler mehr lohnt, als das Kindergeld, gibt es sogar Geld zurück.

Generell ist die Kirchensteuer keine Steuer, die per se vom Gehalt abgezogen wird. Vielmehr besteht eine Abgabenpflicht nur bei einer entsprechenden Religionszugehörigkeit. Neben der Lohnsteuer führt die Kirchensteuer zu einer Verminderung des Nettogehalts, da diese direkt einbehalten wird. Bezüglich der Höhe der Kirchensteuer variiert die Situation in den einzelnen Bundesländern allerdings. Außer in Baden-Württemberg und Bayern (acht Prozent) liegt der Kirchensteuersatz bei neun Prozent.

Beispielrechnungen für den Beitragssatz der Krankenversicherung

Arbeitnehmer mit 2.750 Euro Bruttoeinkommen. Beitragssatz 14,6 Prozent (7,3 Prozent für Arbeitnehmer und Arbeitgeber).

  • Beitrag 14,6 Prozent: 401,50 Euro
  • Beitrag 7,3 Prozent: 200,75 Euro

Arbeitnehmer mit 2.750 Euro Bruttoeinkommen. Beitragssatz 14,6 Prozent (7,3 Prozent für Arbeitnehmer und Arbeitgeber), Zusatzbeitrag 1,1 Prozent.

  • Beitrag 14,6 Prozent: 401,50 Euro
  • Beitrag 7,3 Prozent + Zusatzbeitrag: 231,00 Euro

Arbeitnehmer mit 2.750 Euro Bruttoeinkommen. Beitragssatz 14,0 Prozent (7 Prozent für Arbeitnehmer und Arbeitgeber), Zusatzbeitrag 1,1 Prozent.

  • Beitrag 14,0 Prozent: 385,00 Euro
  • Beitrag 7,0 Prozent + Zusatzbeitrag: 222,75 Euro

Einzelnachweise


  1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz
  2. Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend:  Freibeträge für Kinder
  3. Bundesfinanzministerium: Steuerliche Entlastungen für Arbeitnehmer, Familien und Alleinerziehende 
  4. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl

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