Umsatzsteuer berechnen

Für den normalen deutschen Bürger sind Begriffe wie Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer, Vorsteuer und ähnliche unverständliches Fachchinesisch. Dafür gibt es schließlich Fachleute.

Doch bereits der kleine Selbstständige, der Freiberufler, muss sich damit herumschlagen. Spätestens dann, wenn er während der Gründung einer Selbstständigkeit entscheiden muss, ob er zur Umsatzsteuerzahlung optieren möchte oder nicht. Wenn ja, hat das neben der Rechnerei mit der Umsatzsteuer auch Vorteile. Denn dann kann er die Umsatzsteuer mit der Vorsteuer verrechnen.

Die Umsatzsteuer ist eine Endverbrauchersteuer

Die Umsatzsteuer wird grundsätzlich nur von demjenigen gezahlt, der als Letzter ein Produkt oder eine Leistung erwirbt. Der Endverbraucher. Deshalb sind alle Preise im Supermarkt automatisch Bruttopreise, beinhalten also die Umsatzsteuer.

In dieser Situation wird die Umsatzsteuer als Mehrwertsteuer bezeichnet. Denn sie besteuert den Mehrwert, der durch Herstellung und Vertrieb einer Ware oder einer Dienstleistung entsteht. Der Endverbraucher braucht sich um Begriff und Bedeutung keine Gedanken zu machen, er muss sie nur zahlen.

Bei Unternehmen und Selbstständigen liegt die Sachlage völlig anders. Wenn sie umsatzsteuerpflichtig sind, und das sind die weitaus meisten Unternehmen in Deutschland, müssen sie die Umsatzsteuer nicht nur berechnen. Sie müssen sie auch gegen die gezahlte Vorsteuer rechnen.

Die Umsatzsteuer berechnen – ein Beispiel aus der Praxis

Ein Unternehmer kauft eine Ware oder Dienstleistung. Auf der Rechnung für diesen Kauf stehen der Preis für die Ware oder Dienstleistung und die darauf erhobene Umsatzsteuer von 19 %.

Denn Unternehmen müssen grundsätzlich die Umsatzsteuer auf ihren Rechnungen getrennt ausweisen.

Der Unternehmer bearbeitet nun zum Beispiel diese Ware und verkauft sie zu einem höheren Preis.

Die Rechnung, die er seinem Kunden schreibt, enthält ebenfalls den Preis der Ware und die Umsatzsteuer, die sein Kunde zahlen muss.

Die in dieser Rechnung aufgeführte Umsatzsteuer muss der Unternehmer ans Finanzamt abführen.

Er kann jedoch dagegenrechnen die Umsatzsteuer, die er beim Kauf der Ware gezahlt hat. Diese nennt sich Vorsteuer.

Ans Finanzamt geht nur die Differenz zwischen beiden.

Die Höhe der Umsatzsteuer beim Berechnen unbedingt beachten

Wenn eine Ware 100 € netto kostet, muss der Endverbraucher dafür 119 € berappen (100 + 19 %).

Kostet eine Ware 100 € brutto, ist der Nettopreis dafür 84 € (100/119).

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