umsatzsteuergesetz

In Deutschland erzielte Umsätze fließen zwar den Unternehmen zu, dürfen aber in den meisten Fällen nicht mit dem Unternehmensgewinn verwechselt werden.

Neben Löhnen, Mieten usw. ist die Umsatzsteuer abzuziehen. In welcher Höhe fällt die Steuer an? Wer muss Umsatzsteuer abführen?

Und welche Pflichten fallen Unternehmern sonst noch zu? Antworten finden Gewerbetreibende im Umsatzsteuergesetz. Ursprünglich 1980 in Kraft getreten, erfasst das Umsatzsteuergesetz alle Bereiche der unternehmerischen Umsätze.

Umsatzsteuern – die Steuersätze

Das Umsatzsteuergesetz kennt drei verschiedene Steuersätze. Bekannt ist einer breiten Öffentlichkeit der Regelsteuersatz in Höhe von 19 Prozent.

 

Sofern es sich bei den abgegebenen Waren oder Dienstleistungen um:

  • Lebensmittel
  • den öffentlichen Personennahverkehr (weniger als 50 km)
  • Rechte nach dem Urheberrechtsgesetz
  • die Lieferung von Schriftwerken usw.

handelt, greift der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent.

Bestimmte Betriebe dürfen zu einer dritten Variante der Umsatzsteuer greifen – den Durchschnittsteuersätzen.

Erhoben wird die Steuer nach § 1 UStG (Umsatzsteuergesetz) übrigens auf alle Umsätze im Zusammenhang mit:

  • der Einfuhr von Waren
  • dem Ausführen von Waren und
  • dem Vertrieb im Inland

Kleinunternehmer – die Umsatzsteuerbefreiung

Unternehmer als Steuerschuldner sind verpflichtet, die Höhe der Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt zu erklären und diese abzuführen. Warum erheben nicht alle Betriebe die Steuer?

Das Umsatzsteuergesetz kennt einige Ausnahmen. So genießen Leistungen im Zusammenhang mit Bankgeschäften, Lotterien, innergemeinschaftliche Lieferungen (teilweise) oder Mieten Privilegien, hier gilt eine Steuerbefreiung.

Darüber hinaus können Unternehmen mit Jahresumsätzen von weniger als 17.500 Euro nach § 19 UStG auf die Erhebung der Umsatzsteuer verzichten – sofern der Umsatz für das laufende Jahr 50.000 Euro nicht übersteigt. Hierfür hat sich der Begriff Kleinunternehmerregelung eingebürgert.

Umsatzsteuerrecht – der Vorsteuerabzug

Das Umsatzsteuergesetz schreibt nicht nur die Besteuerung von Umsätzen bei Geschäften mit dem Endverbraucher vor.

Auch Lieferungen und Leistungen an Unternehmen sind steuerpflichtig. Damit ergibt sich in der Theorie eine Steuerkumulation, die mit der Zahl der Zwischenhändler ansteigt.

Um diesen Aspekt des Steuerrechts zu entschärfen, sieht das Umsatzsteuergesetz den Vorsteuerabzug vor. Unternehmen können gezahlte Umsatzsteuern mit den Steuereinnahmen aus den abgegebenen Waren und Dienstleistungen verrechnen.

Damit greift die Steuer nur auf den Differenzbetrag, der sich als reale Wertschöpfung im unternehmerischen Prozess ergibt.

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