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Jedes Jahr zieht es mehr als 100.000 deutsche Studenten an Unis ins Ausland. Wer einen Auslandsaufenthalt vorweisen kann, verbessert seine Chance bei der späteren Jobsuche.

Neben Aspekten der Studienfinanzierung drängt sich in diesem Zusammenhang eine Frage auf – was passiert bei Krankheit im Ausland?

Die gesetzliche Krankenversicherung stößt hier schnell an Grenzen. Ist eine Auslandskrankenversicherung die Alternative?

Studenten – was tun bei Krankheit im Ausland?

Das Problem: Viele Tarife der Reisekrankenversicherung grenzen den Versicherungsschutz zeitlich ein. Oft erstreckt sich diese Form der Auslandskrankenversicherung nur auf einen Zeitraum zwischen drei bis sechs Wochen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Versicherung gerade beim Zahnarzt nur schmerzstillende Behandlungen beinhaltet und beim Zahnersatz ebenfalls Lücken bestehen.

Als Student, der sechs oder zwölf Monate im Ausland unterwegs ist, muss die Auslandskrankenversicherung mehr können. Neben dem Geltungsbereich über mehrere Monate sollten:

  • Behandlungen im Krankheitsfall
  • Aufenthalte im Krankenhaus
  • Zahnersatz und Zahnbehandlung
  • Reha-Maßnahmen
  • Arznei- und Verbandmittel
  • Schwangerschaftsuntersuchungen

zum Deckungsumfang einer Auslandskrankenversicherung für Studenten gehören. Lässt sich dieses Ziel in der Praxis aber überhaupt erreichen?

  • Studenten im Auslandspraktikum sind unter Umständen über das beschäftigende Unternehmen krankenversichert.

Sonderfall Auslandskrankenversicherung für Studenten

Glücklicherweise haben verschiedene Versicherer den Bedarf angehende Akademiker erkannt. Inzwischen werden am Markt diverse Tarife angeboten, die nicht nur den geforderten Leistungsumfang enthalten. Auch der Deckungsrahmen ist in dieser Auslandskrankenversicherung auf teilweise mehrere Jahre ausgedehnt. Was kostet dieser Schutz für Studenten?

Grundsätzlich unterscheidet sich die Prämienhöhe vom klassischen Reiseschutz meist deutlich. Je länger der Aufenthalt, umso teurer die Versicherung.

Eine Auslandskrankenversicherung für Studenten kann – beispielsweise beim Aufenthalt über ein volles Semester – schnell 250 Euro oder mehr kosten.

Neben der Dauer spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Einerseits haben die Leistungen Einfluss auf die Prämienhöhe. Auf der anderen Seite ist das Studienland von Bedeutung. Wer sich für Kanada oder die USA entscheidet, muss im Vergleich zu Frankreich oder Finnland schnell deutlich tiefer in die Tasche greifen.

  • Einige der Gesellschaften bieten Studenten, die auf der Suche nach einer Auslandskrankenversicherung sind, Sparpotenziale an – über den Einschluss eines Selbstbehalts. Im Gegenzug für die Beteiligung an den Behandlungskosten sinkt die Prämie. Hier ist zu prüfen, inwiefern die Selbstbeteiligung finanziell realisiert werden kann.

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