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Je näher der Monat Mai rückt, umso unruhiger werden viele Verbraucher. Denn langsam aber sicher nähert sich wieder der Endspurt für die Abgabe der Steuererklärung.

Droht eine Nachzahlung, sinkt die Motivation beim Erledigen des Papierkrams auf einen Tiefpunkt. Die Kapitallebensversicherung kann in der Steuererklärung dabei helfen, den einen oder anderen Euro zu sparen. Aber: Lässt man sich die Leistung auszahlen, schlägt der Fiskus mitunter zurück.

Die Kapitallebensversicherung in der Ansparphase

2005 hat der Gesetzgeber die Karten im Hinblick auf die steuerliche Behandlung der kapitalbildenden Lebensversicherungen neu gemischt. Bis zum 31.Dezember 2004 abgeschlossene Verträge genießen auch weiterhin ein Steuerprivileg. Versicherte können für diese ihren Beitrag als Sonderausgabe geltend machen.

Ist ein Vertrag in der Kapitallebensversicherung später zustande gekommen, entfällt diese Privilegierung.

Aber: Selbst ältere Verträge sind keine Garantie für niedrige Belastung aus der Steuererklärung. Oft werden die Höchstbeträge bereits durch Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft.

Besteuerung des Vertrags in der Auszahlungsphase

Für die steuerlichen Regelungen der Kapitallebensversicherung kommt es auf den Rahmen der Auszahlung an. Im Fall einer Verrentung des Kapitals werden Steuern auf den Ertragsteil fällig. Wesentlich komplexer ist das Bild für den Fall der Einmalzahlung.

Wer als Versicherungsnehmer die Leistung seiner Kapitallebensversicherung auf einen Schlag abruft, muss dem Abschlussdatum besondere Aufmerksamkeit schenken.

  • Abschluss vor 2005: In dieser Situation kommt Steuerfreiheit in Frage, wenn der Vertrag eine Laufzeit von 12 Jahren erreicht hat, über fünf Jahre Beiträge eingezahlt sind und der Erstbeitrag vor Ende März 2005 auf dem Vertragskonto eingegangen ist.

  • Abschluss nach 2005: Leider taucht der Vertrag in der Steuererklärung in jedem Fall auf – es stellt sich nur die Frage in welcher Höhe. Hat der Vertrag eine 12-jährige Laufzeit erreicht und wird erst nach dem 60.Lebensjahr (für Neuverträge ab 2012 gilt das vollendete 62.Lebensjahr) abgerufen, ist nur die Hälfte der Erträge zu versteuern.

Werden die genannten Bedingungen nicht erfüllt, unterliegt die Auszahlung der Steuerpflicht. Dieser Grundsatz gilt auch für den Fall eines Rückkaufs. In der Steuererklärung relevant ist aber nicht die gesamte Summe, sondern der Ertrag. Die Beiträge stammen in der Regel aus bereits versteuertem Einkommen.

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