Rechtsschutzversicherung Vermieter

In Deutschland liegt die Eigentümerquote,  also jener Anteil der vom Eigentümer bewohnten Wohnungen, bei circa 45 Prozent. Unterm Strich ist also mehr als die Hälfte der Wohneigentümer im Lager der Vermieter zu finden.

Warum auch nicht, gilt das Wohneigentum doch als lohnenswerte Altersvorsorge. Was passiert aber, wenn Mieter und Eigentümer in Streit geraten? Gerade wenn´s ums Wohnen geht, gilt Deutschland als eher mieterfreundlich.

Dabei ist gerade für den privaten Eigentümer ein Gerichtsverfahren gegen die Mieter zeitraubend, teuer und eine nervliche Belastung. Was leistet die Vermieter Rechtsschutzversicherung an Abhilfe? Sollte man diese Versicherung immer abschließen?

Vermieter: Rechtsschutzversicherung als Fels in der Brandung

Fakt ist, wer in Deutschland zum Vermieter wird, braucht fast schon einen Hausjuristen. In wenigen Bereichen ist die Rechtsprechung so umfangreich und teils widersprüchlich bzw. gibt es so viele Regeln zu beachten. Es verwundert daher nicht, dass Vermieter häufiger Streitigkeiten austragen müssen.

Die Kosten eines solchen Verfahrens, etwa wenn es um die Räumungsklage gegen Mietnomaden geht, machen den Ärger um ausgefallene Mietzahlungen und Renovierungsarbeiten noch größer. In dieser Situation hilft die Rechtsschutzversicherung.

Gedeckt werden hier Leistungen, wie:

  • Anwalts- und Prozesskosten für Streitigkeiten
  • das Erwirken eines Räumungstitels
  • außergerichtliche Einigungen
  • Mediationen
  • Vertragsstreitigkeiten mit Dienstleistern
  • Ersatzleistungen für Mietausfälle.
  • Nicht jeder Tarif in der Rechtsschutzversicherung erstreckt sich über alle genannten Bereichen. Speziell im Grundschutz bleiben Lücken, deren Tragweite jedem Versicherungsnehmer klar sein muss.

Wie teuer ist der Vermieterrechtsschutz?

Beim Thema Versichern spielt der Beitrag immer eine Rolle. Die Vermieter Rechtsschutzversicherung macht hier natürlich keine Ausnahme. Grundsätzlich ist:

  • die Anzahl der abzusichernden Objekte
  • die erzielte Jahresmiete
  • die Höhe eines eventuell zu vereinbarenden Selbstbehalts und
  • der Leistungsumfang

von wesentlicher Bedeutung. Darüber hinaus hat auch die Zahlweise der Prämie Einfluss.

  •  Günstig ist gerade beim Rechtsschutz nicht zwingend gut. Leistungen, wie die Mediation und außergerichtliche Einigungen sind in der Vermieter Rechtsschutzversicherung sinnvoll, aber nicht in jedem Grundschutztarif enthalten.

Und auch der Selbstbehalt kann zum zweischneidigen Schwert werden. Das genaue Prüfen verschiedener Tarifmodelle ist Vermietern daher unbedingt ans Herz zu legen.

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