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Ein Unfall am Arbeitsplatz ist schnell passiert. Hervorstehende Teile einer Maschine führen genauso zu Verletzungen wie schwere Lasten. Wenngleich das Unfallrisiko im Beruf gerade im Handwerk und der Industrie als hoch eingeschätzt wird – viele Unfälle passieren auch in der Freizeit.

Wie sieht der Schutz gegen die finanziellen Unfallfolgen aus? Greift an dieser Stelle die gesetzliche Unfallversicherung? Wo liegt der Unterschied zur Absicherung als betriebliche Unfallversicherung?

Unfallversicherung – der Versuch einer Abgrenzung

Bereits Ende des 19.Jahrhunderts wurde die Frage nach einer Absicherung gegen Unfälle am Arbeitsplatz immer drängender. Das Ergebnis war die gesetzliche Unfallversicherung.

Letztere schützt den Beschäftigten auf dem Weg zur und von der Arbeitsstätte nach Hause sowie am Arbeitsplatz und auf betrieblich veranlassten Veranstaltungen.

Zu den Maßnahmen, die im Rahmen der Unfallversicherung abgedeckt werden, gehören:

  • die Krankenbehandlung
  • Rehamaßnahmen
  • Renten wegen Arbeitsunfällen
  • Wiedereingliederungsmaßnahmen usw.
  • Der Schutz einer gesetzlichen Unfallkasse endet mit Beginn der Freizeit. Mehr als zwei Drittel der Unfälle passieren aber genau dann. Haus, Garten, Sport und Hobby – die Folgen eines Unfalls können dramatisch sein und die Ausübung des Berufs in Frage stellen.

Was bleibt, ist eine Absicherung in Form privater Unfallversicherungen. Ein Schritt, den auch der Arbeitgeber tun kann – über die betriebliche Unfallversicherung. Letztere darf nicht mit der gesetzlichen Versicherung gegen Unfallfolgen verwechselt werden.

Betriebliche Unfallversicherung – Schutz auch in der Freizeit

Bei der betrieblichen Unfallpolice handelt es sich um eine Versicherung, die bei privaten Gesellschaften abgeschlossen wird und den Rahmenbedingungen der privaten Unfallversicherungen entspricht. Es handelt sich hierbei um eine Gruppenversicherung, in welcher der Arbeitgeber eine besondere Rolle übernimmt.

Dieser schließt für seine Beschäftigten eine Versicherung ab und kann damit beispielsweise bei der Suche nach Fachpersonal punkten oder die Bindung ans Unternehmen erhöhen. Viele Gesellschaften bieten im Gegenzug für die betrieblichen Unfallpolicen Sonderkonditionen an, wie niedrige Prämien oder die Versicherbarkeit von Angehörigen der Arbeitnehmer.

  • Beschäftigte sollten in die betriebliche Unfallversicherung nicht vorschnell eintreten. Einerseits wählt der Arbeitgeber den Leistungsumfang aus, es muss also geprüft werden, ob dieser wirklich ausreicht. Auf der anderen Seite ist zu prüfen, ob der Unfallschutz beim Ausscheiden aus dem Unternehmen entfällt oder ob die Versicherung fortgesetzt werden kann.

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