Die wichtigsten Fakten

Beid er Ausbildung Fachangestellte für Medien und Informationsdienste handelt sich hierbei um eine staatlich anerkannte duale Ausbildung von drei Jahren, die im Jahr 1998 ins Leben gerufen wurde.

Grundsätzlich beschafft eine Fachangestellte für Medien und Informationsdienste Informationen in verschiedensten Bereichen und ist dafür zuständig, die beschafften Informationen genauer zu erschließen und aufzubereiten, um sie nutzbar zu machen.

Man kann sich bei der Ausbildung für einen von mehreren spezifischen Bereichen entscheiden - so für den Bereich Archiv oder Dokumentation.

Durch eine gezielte Weiterbildung kann man sich für besser dotierte Arbeitsstellen qualifizieren.

Fachangestellte für Medien und Informationsdienste - Die Ausbildung

Daten und Fakten - dies ist es in der Hauptsache, womit sich ein Fachangestellter für Informationsdienste beschäftigt: Recherchieren, Datenbanken nutzen, Informationen erfassen und ihnen Struktur geben, gesammeltes Wissen verwalten und pflegen und Informationen einpflegen, aufbereiten und zusammenstellen.

Doch wer Fachangestellter für Informationsdienste werden will, muss sich zunächst für eine der Fachrichtungen entscheiden. Die Fachrichtungen sind:

  • Archiv
  • Bibliothek
  • Information und Dokumentation
  • Bildagentur
  • Medizinische Dokumentation.

Die Ausbildung dauert in allen Bereichen drei Jahre und ist dual angelegt. Rechtlich gesehen gibt es keine Zugangsvorausetzungen bzw. ist keine Vorbildung vorgeschrieben. Doch für gewöhnlich werden Anfänger, die über die allgemeine Hochschulreife verfügen, bevorzugt als Auszubildende genommen.

  • Gewisse persönliche Interessen erleichtern den Zugang zur Ausbildung und die Ausbildung selbst. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass eine gute Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit, sowie ein gewisses Organisationstalent und eine Vorliebe für Ordnung für die Ausbildung wichtig sind. Zudem helfen Fachangestellte für Informationsdienste unter Umstäden auch im Haushalts- und Rechnungswesen mit. Daher sollte man auch keine Abneigung gegen Mathematik und Zahlen haben. Zudem sollte man sich darüber bewusst sein, dass man in diesem Beruf viel Zeit vor dem PC verbringt und sich eher wenig bwegen muss. Man arbeitet viel für sich und ist zumindest nicht dauerhaft in Kontakt mit Kollegen oder Kunden. Um sich auf dem aktuellsten Stand zu halten oder an bessere Positionen zu gelangen, sollte man auch der Möglichkeit zur späteren Weiterbildung gegenüber nicht abgeneigt sein.

Das Gehalt

Der Verdienst nach abgeschlossener Ausbildung hangt natürlich vom genauen Arbeitgeber und der eingeschlagenen Fachrichtung ab, man kann jedoch sagen, dass man als Fachangestellter für Medien und Informationsdienste in etwa mit einem Gehalt zwischen 2.500 € und 3.000 € brutto rechnen kann. In der Ausbildung bewegt sich der Lohn bei einer Ausbildung im öffentlichen Dienst bereits um die 1.000 €, wobei der Verdienst in den drei Ausbildungsjahren gestaffelt ist.

Fachangestellte für Medien und Informationsdienste - typische Branchen

In welcher Branche ein Fachangestellter für Informationsdienste arbeitet, hängt im Einzelfall natürlich auch vom genauen Ausbildungsbereich ab. Überwiegend werden Fachangestellte für Informationsdienste aus den unterschiedlichen Bereichen jedoch im Bibliotheksbereich beschäftigt und sind hier wiederum meist im öffentlichen Dienst tätig. Weitere Branchen für diese Berufssparte sind beispielsweise

  • Museen
  • große Firmen und Unternehmen
  • Verlage
  • Hochschulen
  • Bildagenturen
  • medizinische Dokumentationsstellen wie zum Beispiel Krankenhäuser und Universitätskliniken
  • Marktforschungsinstitute.

Fachangestellte für Medien und Informationsdienste - Weiterbildung

Sinn und Zweck von Fort- und Weiterbildung ist, längerfristig die berufliche Perspektive zu verbessern. Durch den Erwerb von Zusatzqualifikationen oder durch Spezifikation in der Weiterbildung kann man besser dotierte Stellen erlangen. Im Fall der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste kann die Weiterbildung dahingehend nützlich sein, Stellen wahrzunehmen, die klassischer Weise von Diplom-Bibliothekaren besetzt werden.

Seit dem Jahr 2012 gibt es speziell für Fachangestellte für Informationsdienste die Weiterbildung zum Fachwirt für Infomationsdienste. Zudem kommt für diesen Beruf die Weiterbildung an der Hochschule oder Fachhochschule in Frage. So kann man beispielsweise an die Ausbildung gut ein Studium im Bereich Bibliothekswesen anschließen.

Grundsätzlich eröffnet die gezielte Weiterbildung immer auch den Zugang zu Führungsaufgaben.


Quellen

Lison, Barbara: Information und Ethik.
Arbeitsagentur: Berufenet.
Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste / zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste.


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