Die wichtigsten Fakten zum Renteneintritt

2012 war für die Rente in Deutschland ein entscheidendes Jahr.

Die von der ersten großen Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel angestoßene Reform ist in Kraft getreten.

Das Alter für den Renteneintritt wird seitdem stückweise angehoben.

Wer dies umgehen möchte, muss sich auf Einbußen gefasst machen.

Zu beachten sind auch die steuerlichen Regeln, die für die Rente greifen.

Wo liegt das Renteneintrittsalter?

Der Renteneintritt erfolgte früher mit 65 Jahren. Nun wird er stückweise bis auf 67 Jahre angehoben. Für wen welches Renteneintrittsalter gilt, lässt sich am einfachsten über die Geburtsjahre ermitteln.

Es gilt die folgende Tabelle:

GeburtsjahrRenteneintrittsalter
194765 Jahre 1 Monat
194865 Jahre 2 Monate
194965 Jahre 3 Monate
195065 Jahre 4 Monate
195165 Jahre 5 Monate
195265 Jahre 6 Monate
195365 Jahre 7 Monate
195465 Jahre 8 Monate
195565 Jahre 9 Monate
195665 Jahre 10 Monate
195765 Jahre 11 Monate
195866 Jahre
195966 Jahre 2 Monate
196066 Jahre 4 Monate
196166 Jahre 6 Monate
196266 Jahre 8 Monate
196366 Jahre 10 Monate
Ab 196467 Jahre

Wie hoch sind die Renteneinbußen bei früherem Renteneintritt?

Entscheidet man sich dafür, früher in Rente zu gehen, werden die Bezüge gekürzt. Pro Monat, den man früher in Rente geht, verliert man0,3 Prozent.

Da das durchschnittliche Renteneintrittsalter in der Bundesrepublik derzeit bei 63,2 Jahren liegt, verzichten die Deutschen also auf 6,6 Prozent der Ansprüche, die ihnen eigentlich zustehen würden.

Welche steuerlichen Regeln gelten für den Renteneintritt?

Auch bei der Steuer wird derzeit eine Rentenreform umgesetzt. Seit 2005 wird der Anteil der Altersbezüge, der versteuert werden muss, sukzessive angehoben.

Waren es damals noch 50 Prozent der entsprechenden Gelder, die vom Fiskus hierfür herangezogen worden sind, so sind es im Jahr 2017 bereits 74%.

Der Endpunkt der Entwicklung ist im Jahr 2040 erreicht. Dann sind 100 Prozent der Rente steuerpflichtig.

Es gelten die üblichen Bedingungen: Hat man beispielsweise eine Rente, die den Grundfreibetrag von 8.820 Euro nicht übersteigt, so sind überhaupt keine Abgaben zu entrichten.

Im Umkehrschluss heißt dies aber auch, dass praktisch alle Zuverdienstmöglichkeiten voll besteuert werden. Ausnahmen bilden die geringfügigen Beschäftigungen, denen viele Menschen nach dem Renteneintritt noch nachgehen, um ihre entsprechenden Bezüge aufzustocken.

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