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Der kinderlose alte Bauer stirbt und hinterlässt Hof, Vieh, Felder und Vermögen. Doch wer ist der legitime Erbe?

In einem solchen Falle sind die Erben oft mehrere Nichten und Neffen, die mitunter am anderen Ende der Welt leben. Haben die Erben unterschiedliche Pläne mit dem Erbe, ist Streit vorprogrammiert.

Damit keiner unberechtigterweise darüber verfügen kann, gibt es die Erbengemeinschaft. Sie besteht solange, bis eine einvernehmliche Lösung gefunden ist.

Was ist eine Erbengemeinschaft?

Wenn zwei oder mehr Personen erben, spricht man von einer Erbengemeinschaft. Die einzelnen Erben werden als Miterben bezeichnet. Erbt nur eine Person, spricht man dagegen von einem Alleinerben.

Warum gibt es die Erbengemeinschaft?

Das mehrere Erben vorhanden sind, kommt häufig vor. Es ist oft bei Grundstücken oder Firmen der Fall.

Bis das Erbe gerecht verteilt ist, besteht eine Erbengemeinschaft.

Solange sie nicht aufgelöst ist, kann keiner der Miterben auch nur über einen Teil des Vermögens verfügen. Selbstverständlich steht es jedem frei, über eventuell zusätzlich direkt geerbtes Vermögen zu verfügen.

Wie geht das Auflösen einer Erbengemeinschaft?

  • Auszahlung durch einen Miterben

In diesem Fall übernimmt einer der Miterben das gesamte Erbe. Dessen Wert ist zuvor festgestellt worden und alle Miterben sind damit einverstanden. Derjenige, der das Erbe übernommen hat, muss jetzt den Miterben ihren Anteil auszahlen.

  • Verkauf an einen Dritten

Eine Erbengemeinschaft aufzulösen, geht auch durch den Verkauf des gesamten Erben an einen Dritten. Der Erlös wird unter den Erben aufgeteilt und die Erbengemeinschaft ist somit aufgelöst.

  • Teilzahlungsversteigerung

Hier wird nur ein Teil des Erbes versteigert. Das passiert oft dann, wenn sich die Miterben nicht auf eine Versteigerung aller Güter einigen können und sich darüber zerstritten haben. In diesem Falle können zumindest diejenigen Güter versteigert werden, über deren Wert Einigkeit besteht.

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