Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Altena ist für alle Bürger zuständig, die vor ihrem Tod zuletzt im Bezirk des Gerichtes wohnten.

Diese Personen können ihr privatschriftliches Testament beim Nachlassgericht Altena hinterlegen. Am Nachlassgericht Altena können die Erben darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Nicht zuständig in bestimmten Fällen ist die Abteilung Nachlass des Nachlassgericht Altena, auch wenn der Erblasser zuletzt dort wohnhaft gewesen ist. Ein Ausschlagen des Erbes beispielsweise kann auch am Nachlassgericht eingereicht und verhandelt werden, in dem Bezirk, in dem die betroffene Person gemeldet ist.

Die Weitergabe der erforderlichen Dokumente an die Nachlassabteilung des Amtsgerichts des Erblassers für verschiedene Erklärungen ist für das Nachlassgericht des Erben obligatorisch.


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Altena?

Nachlassgericht Altena

Für fast alle Aufgaben, die im Zuge einer Erbschaft für die Erben bzw. den Erblasser anfallen, ist das Nachlassgericht Altena zuständig. Die Kosten müssen von den Erben getragen werden.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Ermittlung der Erben
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Verwalten des Erbes
  • Verwahrung von Verfügungen
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes

Nachlassgericht Altena - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Gerichtsstraße 10
58762 Altena
Postfach 11 53
58741 Altena

Kontakt

Tel.-Nr.: 02352 2018-0
Fax: 02352 2018-29
Homepage:ag-altena.nrw.de

Amtsgericht Altena - weitere Aufgabenbereiche

Das Amtsgericht verfügt nicht nur über eine Nachlassabteilung, sondern ist ebenfalls zuständig für den elektronischen Rechtsverkehr in folgenden Bereichen:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Grundbuchverfahren
  • Zivilverfahren

Nachlassgericht Altena - Fragen und Antworten

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass die nötigen Dokumente auch vom Nachlassgericht des Erben an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet werden können. Das persönliche Erscheinen ist also nicht notwendig.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Sollte dieser Fall eintreten, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Eine Ausfertigung dieses Erbscheins wird nur dann vom zuständigen Amtsgericht durchgeführt, wenn vorab ein entsprechender gültiger Antrag eingereicht wurde. Es kann unterschiedliche Fälle geben, nach denen der Erbschein beantragt wird. So können sowohl Alleinerben als auch Miterben, Nacherben, Ersatzerben oder der Testamentsvollstrecker für die Beantragung der Erbscheinerteilung in Frage kommen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »
buzer.de: § 343 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »
buzer.de: § 344 - Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »