Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Andernach lebten, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Das Nachlassgericht Andernach nimmt Testamente von Personen in Verwahrung. Erben können am Nachlassgericht Andernach außerdem einen Antrag zur Erstellung eines Erbscheins einreichen.

Nicht für alle Nachlassangelegenheiten ist das Nachlassgericht Andernach zuständig. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die beglaubigten Unterlagen, die für alle Erklärungen notwendig sind, werden an das entsprechend zuständige Nachlassgericht Andernach weitergeleitet.


Nachlassgericht Andernach - die Aufgaben im Überblick

Nachlassgericht Andernach

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Fälle, die im Nachlassgericht Andernach behandelt werden, sind zum Beispiel:

  • Erbenermittlung
  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Testamentsvollstreckung
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verwalten des Erbes
  • Ausstellung von Erbscheinen

Nachlassgericht Andernach - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Koblenzer Straße 6
56626 Andernach

56624 Andernach

Kontakt

Tel.-Nr.: 02632 9259-0
Fax-Nummer: 02632 9259-80
Website: agand.justiz.rlp.de

Amtsgericht Andernach - zusätzliche Aufgaben

Beim elektronisch abgewickelten Rechtsverkehr ist das Amtsgericht auch für folgende Aufgaben zuständig:

  • Grundbuchverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen
  • Strafverfahren
  • Zivilverfahren

Nachlassgericht Andernach - häufige Fragen

Laut § 344 Abs. 7 FamFG muss der Erbe, der das Erbe ausschlagen möchte, nicht einen gesonderten Antrag beim Amtsgericht des Erblassers stellen, sondern kann dies beim Nachlassgericht seines Bezirks durchführen.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Ein Erbschein wird nur dann vom Amtsgericht ausgestellt, nachdem vorab ein entsprechender Antrag eines Beteiligten beim Nachlassgericht eingereicht wurde. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
buzer.de: § 342 - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »