Personen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Zeitpunkt ihres Todes im Bezirk des Amtsgerichts Bad Kreuznach hatten, werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Bad Kreuznach verwaltet.

Wenn Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, liegt die Zuständigkeit bei diesem Nachlassgericht Bad Kreuznach. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Bad Kreuznach zudem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Bad Kreuznach ist in bestimmten Fällen nicht zuständig. Ein Ausschlagen des Erbes beispielsweise kann auch am Nachlassgericht eingereicht und verhandelt werden, in dem Bezirk, in dem die erklärende Person lebt.

Die Weitergabe der erforderlichen Dokumente an das Nachlassgericht des Erblassers für verschiedene Erklärungen ist für das Nachlassgericht des Erben obligatorisch.


Nachlassgericht Bad Kreuznach - die Aufgaben im Überblick

Nachlassgericht Bad Kreuznach

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Zu den Aufgaben zählen:

  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Alle Verfügungen bei einem Todesfall
  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Ermitteln der Erben
  • Verwalten des Nachlasses
  • Testamentsvollstreckung
  • Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Bad Kreuznach - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
John-F.-Kennedy-Straße 17
55543 Bad Kreuznach
Postfach 16 49
55506 Bad Kreuznach

Kontakt

Telefon-Nr.: 0671 708-0
Fax: 0671 708-2272
Webseite:agkh.justiz.rlp.de

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Bad Kreuznach

Beim elektronisch abgewickelten Rechtsverkehr ist das Amtsgericht auch für folgende Aufgaben zuständig:

  • Familiensachen
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Grundbuchverfahren
  • Strafverfahren

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Bad Kreuznach

Soll das Erbe ausgeschlagen werden, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Die Nachlassabteilung des Amtsgerichts im Bezirk des Erben kümmert sich um die Beglaubigung und Weiterleitung der erforderlichen Dokumente. Der Erbe muss somit nicht persönlich beim Amtsgericht des Erblassers erscheinen.

Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg wird dann verantwortlich, wenn das örtliche Amtsgericht nicht gefunden werden kann.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, insofern ein gültiger Antrag auf diesen Schein eingereicht wurde. Der Antrag zur Erteilung eines Erbscheins kann je nach den jeweiligen Rahmenbedingungen einer Erbschaft vom Alleinerben sowie den möglichen Mit-, Nach- oder Ersatzerben gestellt werden. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »