Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Bad Oeynhausen lebten, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Diese Personen können ihr handschriftliches Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Bad Oeynhausen in Verwahrung geben. Erben können am Nachlassgericht Bad Oeynhausen zudem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

In wenigen besonderen Einzelfällen liegt die örtliche Zuständigkeit nicht beim Nachlassgericht Bad Oeynhausen. Für die Ausschlagung der Erbschaft etwa, kann auch das Nachlassgericht am gewöhnlichen Aufenthalt der erklärenden Person aufgesucht werden.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort von einem Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht Bad Oeynhausen?

Nachlassgericht Bad Oeynhausen

Der Nachlassabteilung eines Amtsgerichts obliegen viele Aufgaben, die in der Regel mit einer gewissen Gebühr verbunden sind

Folgende Aufgaben übernimmt das Nachlassgericht als Amtsgericht Bad Oeynhausen:

  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Erteilung von Erbscheinen
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Testamentsvollstreckung
  • Verwalten des Nachlasses
  • Sichern des Erbes

Nachlassgericht Bad Oeynhausen - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
Bismarckstraße 12
32545 Bad Oeynhausen

32543 Bad Oeynhausen

Kontakt

Tel.-Nr.: 05731 158-0
Fax: 05731 158-250
Webseite:ag-badoeynhausen.nrw.de

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Bad Oeynhausen

Neben Nachlassangelegenheiten, fallen verschiedene weitere Tätigkeiten in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Bad Oeynhausen. Unter anderem verantwortlich ist das Amtsgericht im elektronischen Rechtsverkehr für:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Grundbuchverfahren

Nachlassgericht Bad Oeynhausen - häufige Fragen

Angelegenheiten des Nachlasses, die das Ausschlagen des Erbes betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Nachlassgericht im Bezirk des gewöhnlichen Aufenthalts der erklärenden Person vorgenommen werden.

Vom Nachlassgericht des Erben werden die Dokumente beglaubigt weitergeleitet, so dass die Anreise durch den Erben nicht mehr erforderlich ist.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, insofern ein gültiger Antrag auf diesen Schein eingereicht wurde. Der Antrag zur Erteilung eines Erbscheins kann je nach den jeweiligen Rahmenbedingungen einer Erbschaft vom Alleinerben sowie den möglichen Mit-, Nach- oder Ersatzerben gestellt werden. Der Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Testamentsvollstrecker erfolgen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »