Personen, die zum Todeszeitpunkt im Einzugsgebiet des Amtsgerichts Bochum lebten, betreut die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Bochum in Nordrhein-Westfalen.

Wenn die betroffenen Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, können sie das Nachlassgericht Bochum aufsuchen. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Nicht für alle Angelegenheiten den Nachlass betreffend ist das Nachlassgericht Bochum (ID: R2201) zuständig. Soll eine Ausschlagung des Erbes erfolgen, kann die entsprechende Erklärung beispielsweise auch am gewöhnlichen Aufenthaltsort des Erben abgegeben werden.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort von einem Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Nachlassgericht Bochum - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Bochum

Die Erfüllung einer Vielzahl von in der Regel gebührenpflichtigen Aufgaben obliegt der Nachlassabteilung des Amtsgerichtes Bochum

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Bochum auf einen Blick:

  • Nachlasssicherung
  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall
  • Ermittlung der Erben
  • Eröffnung von Verfügungen im Falle des Todes
  • Verwaltung des Nachlasses

Nachlassgericht Bochum - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Josef-Neuberger-Straße 1
44787 Bochum
Postfach 10 01 70
44701 Bochum

Kontakt

Telefon-Nr.: 0234 967-0
Fax-Nummer: 0234 967-3106
Internetseite:ag-bochum.nrw.de

Zusätzliche Aufgaben beim Amtsgericht Bochum

Das Amtsgericht verfügt nicht nur über eine Nachlassabteilung, es betreut auch andere Bereiche, in denen Rechtsverkehr stattfindet:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Bochum

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen einer Erbschaft auch bei der Nachlassabteilung des für den Erbempfänger zuständigen Amtsgerichtes erklärt werden kann.

Das Nachlassgericht am Wohnbezirk des Erben übermittelt die erforderlichen Unterlagen in beglaubigter Form an das Nachlassgericht, welches für den Erblasser zuständig ist. Mögliche Anreisekomplikationen können somit umgangen werden.

Sollte das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht gefunden werden können, ist das Gericht in Berlin Schöneberg zuständig.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, insofern ein gültiger Antrag auf diesen Schein eingereicht wurde. Wer diesen Antrag stellen kann, ist vom individuellen Erbfall abhängig. Es können nämlich Miterben, Alleinerben, Ersatzerben oder auch der Vollstrecker des Testaments den Erbschein beantragen.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: GVG § 23a »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
dejure.org: § 343 (FamFG) Örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: FamFG § 342 Begriffsbestimmung »