Alle gemeldeten Personen werden von der Nachlassabteilung des Amtsgerichts Braunschweig betreut, die vor ihrem Tod zuletzt im Bezirk des Gerichtes wohnten.

Diese Personen können ihr von Hand geschriebenes Nachlassschreiben beim Nachlassgericht Braunschweig hinterlegen. Die Angehörigen des Verstorbenen können hier außerdem einen Erbschein beantragen.

Nicht alle Angelegenheiten, die den Nachlass betreffen, betreut das Nachlassgericht Braunschweig. Soll ein Erbausschlag eingereicht werden, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente werden nach Prüfung und Beglaubigung vom Nachlassgericht des Erben regulär an das Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Nachlassgericht Braunschweig - alle Aufgabenbereiche

Nachlassgericht Braunschweig

Eine Vielzahl von Aufgaben werden vom jeweiligen Nachlassgericht übernommen, davon sind einige mit Gebühren verknüpft.

Zu den Aufgaben zählen:

  • Erteilung von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Sichern von allen Dingen, die zum Nachlass gehören
  • Erbenermittlung
  • Verfügungen, die bis zum Todesfall verwahrt werden
  • Vollstreckung eines Testaments

Nachlassgericht Braunschweig - Anschrift und Service Nummern

LieferanschriftPostanschrift
An der Martinikirche 8
38100 Braunschweig
Postfach 32 31
38022 Braunschweig

Kontakt

Tel.: 0531 4880
Fax-Nummer: 0531 4882999
Homepage:amtsgericht-braunschweig.niedersachsen.de

Amtsgericht Braunschweig - weitere Aufgabenbereiche

Im Amtsgericht Braunschweig werden nicht nur Fälle, die den Nachlass betreffen, verwaltet.In folgenden Bereichen ist das Gericht für den elektronischen Rechtsverkehr zuständig:

  • Familiensachen
  • Zivilverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Fragen und Antworten zum Nachlassgericht Braunschweig

Nachlassangelegenheiten, die die Erbausschlagung betreffen, können (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Amtsgericht beziehungsweise Nachlassgericht der das Erbe ausschlagenden Person eingereicht werden.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg wird dann verantwortlich, wenn das örtliche Amtsgericht nicht gefunden werden kann.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, insofern ein gültiger Antrag auf diesen Schein eingereicht wurde. Die Erstellung eines Antrags liegt nicht nur bei einer Person des Nachlassverfahrens. Die alleinigen Erben, die Miterben, die Nacherben oder auch andere Personen sind dazu berechtigt. Die Berechtigung für solche einen Antrag auf einen Erbschein kann auch vom Vollstrecker des Testaments erfolgen.


Einzelnachweise

dejure.org: Gerichtsverfassungsgsetz § 23a »
Gesetze im Internet: BGB § 2247 Eigenhändiges Testament »
Gesetze im Internet: FamFG § 344 Besondere örtliche Zuständigkeit »