Für alle Personen, die zum Zeitpunkt des Todes im Bezirk des zuständigen Amtsgerichts Bremen lebten, ist die Nachlassabteilung des Gerichts zuständig.

Möchten Personen aus dem örtlichen Einzugsgebiet des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, können sie das Nachlassgericht Bremen aufsuchen. Zum Nachlass Berechtigte können am Nachlassgericht Bremen zudem einen Antrag zur Ausfertigung eines Erbscheins einreichen.

In bestimmten Fällen ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Bremen nicht zuständig. Soll ein Erbe ausgeschlagen werden, kann diese Erklärung auch durch die am Wohnort ansässigen Behörden betreut werden.

Gesetzlich ist festgesetzt, dass die für eine Erbausschlagung erforderlichen Dokumente vom Nachlassgericht des Erben in beglaubigter Form an die zuständige Nachlassabteilung des für den Erblasser zuständigen Amtsgerichtes übermittelt werden.


Nachlassgericht Bremen - die Aufgaben in der Übersicht

Nachlassgericht Bremen

Eine Vielzahl von Aufgaben werden vom jeweiligen Nachlassgericht übernommen, davon sind einige mit Gebühren verknüpft.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Ausstellung von Erbscheinen
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Testamentsvollstreckerzeugnisse
  • Sicherung des Erbes
  • Eröffnen von Verfügungen
  • Verfügungsverwahrung (im Todesfall)

Nachlassgericht Bremen - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Ostertorstraße 25 - 31
28195 Bremen

28184 Bremen

Kontakt

Tel.-Nr.: 0421 36115957
Fax-Nummer: 0421 4964851
Webseite:amtsgericht.bremen.de

Weitere Aufgaben des Amtsgerichts Bremen

Das Amtsgericht regelt nicht nur den Nachlass im Todesfall, sondern ist ebenfalls zuständig für den elektronischen Rechtsverkehr in folgenden Bereichen:

  • Zivilverfahren
  • Grundbuchverfahren
  • Strafverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Familiensachen

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Bremen

Soll das Erbe ausgeschlagen werden, kann das (gemäß § 344 Abs. 7 FamFG) am Wohnort der erklärenden Person in dem dafür zuständigen Nachlassgericht durchgeführt werden.

Die notwendigen Unterlagen werden vom Nachlassgericht, an dem die Erbausschlagung erklärt wurde, an das für den Erblasser zuständige Nachlassgericht weitergeleitet. Für den Erben entstehen demnach keine anreisebedingte Kosten.

Das Amtsgericht in Berlin Schöneberg wird dann verantwortlich, wenn das örtliche Amtsgericht nicht gefunden werden kann.

Ein Erbschein wird vom Nachlassgericht nur dann erteilt, wenn auch ein Antrag darauf gestellt wurde. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

dejure.org: § 2247 BGB Eigenhändiges Testament »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »